Unser Atem ist ein Wunderwerk. Und er ist eins der besten Werkzeuge die du hast, um dich mit dir selbst zu verbinden, deine Gedanken zur Ruhe zu bringen und dein Nervensystem zu beruhigen.

Deshalb stelle ich dir heute 5 kleine Atemübungen vor, die du einfach in deinen Alltag integrieren kannst und die dir helfen können zur Ruhe zu kommen.

bewusstes Atmen

Wir atmen die ganze Zeit. Tag und Nacht, in jedem Moment. Wir müssen nichts dafür tun, unser Atem fließt einfach.

Die meiste Zeit geschieht dies jedoch unbewusst. Und besonders in stressigen Zeiten, in Zeiten in denen du unter Anspannung stehst, passiert es immer wieder, dass du deinen Atem dadurch nicht gut für dich nutzt. Dein Atem wird vielleicht flach, oder du hältst immer wieder unbewusst die Luft an, oder du beginnst sehr hektisch und kurz zu atmen.

Bewusstes Atmen kann dem entgegenwirken.

Nimm dir dafür einen Moment Zeit. Schließe deine Augen, um dich ganz auf dich zu konzentrieren.

Und dann gehe mit deiner Wahrnehmung an deine Nasenspitze. Dahin, wo deine Atmung in dich hineinströmt und wieder aus dir herausfließt. Nimm das einfach nur wahr. Nimm den Luftstrom wahr, der an deinen Nasenlöchern vorbeiströmt. Nimm wahr, wie kalt oder warm die Luft ist.

Und dann beobachte, wie die Luft durch deinen Körper fließt. Um die Wahrnehmung zu vertiefen, kannst du eine Hand auf deinen Brustkorb und eine Hand auf deinen Bauch legen.

Beobachte, was sich durch diese bewusste Atmung in und bei dir verändert.

die 4-6-2 Atmung

Bei dieser Atemübung zählst du bei jedem Atemzug. Dadurch konzentrierst du dich automatisch auf deine Atmung und verlängerst deine Ausatmung, was eine regulierende Wirkung auf dein Nervensystem hat.

Atme ein und zähle dabei langsam auf vier. Atme aus und zähle dabei langsam auf sechs. Halte die Luft und zähle dabei langsam auf zwei. Dann atme wieder ein und zähle langsam auf vier.

Wiederhole das entweder so lange, bis du merkst, dass du ruhiger wirst. Oder ungefähr 5 – 10 Mal.

die Raute

Diese Atemübung eignet sich vor allem dafür deine Bauchatmung zu vertiefen.

Lege dich dazu auf den Rücken und strecke deine Beine aus. Lege deine Hände auf deinen Bauch, links und rechts neben deinen Bauchnabel. Jetzt bringe deine Hände so zusammen, dass sich über dem Bauchnabel die Daumen beider Hände berühren und unter dem Bauchnabel die Zeigefinger beider Hände. Dadurch bilden sie eine Raute um den Bauchnabel.

Schließe jetzt deine Augen und atme ruhig ein und aus. Achte darauf, wie deine Finger sich bei der Einatmung voneinander lösen und bei der Ausatmung wieder zueinander finden.

das Duftzelt

Für diese Atemübung brauchst du ein ätherisches Öl deiner Wahl. Gebe dir ein bis zwei Tropfen auf deine Handfläche und verreibe sie zwischen den Händen.

Jetzt lege deine Hände wie ein Zelt über deine Nase und atme so den Duft ein. Schließe diene Augen und konzentriere dich mit deiner Wahrnehmung ganz auf den Duft. Atme ruhig und langsam und lass zu, dass der Duft dich erfüllt.

das Atemdreieck

Für diese Atemübung stellst du dir ein Dreieck auf deiner Nase vor. Ein Punkt ist bei deinem rechten Nasenloch. Ein Punkt oben an deiner Nasenwurzel. Ein Punkt an deinem linken Atemloch.

Jetzt stelle dir vor, dass du durch das rechte Atemloch einatmest und durch das linke Nasenloch ausatmest. Und ziehe dann in Gedanken eine Linie vom linken zum rechten Nasenloch. Stelle dir dann wieder vor, wie du durch das rechte Nasenloch einatmest und durch das linke Nasenloch ausatmest und ziehe in Gedanken wieder eine Linie.

Wiederhole das 5 – 10 Mal.

All die hier vorgestellten Atemübungen können dir helfen zur Ruhe zu kommen, zu entspannen und dein Nervensystem zu regulieren. Übrigens, da die Atmung so ein wunderbares Werkzeug für uns ist, ist sie auch eine Woche lang Thema in meinem Verbindungskurs.

Erzähl mal, kanntest du schon alle Übungen, oder war etwas Neues für dich dabei? Und hast du etwas ausprobiert? Ich freue mich, wenn du deine Erfahrungen mit mir teilst.

Herzliche Grüße,

Judith

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