Das war mein Juli 2022. Mit heißen Temperaturen hier in Süddeutschland war er gefüllt von meiner Reha, vielen Festen und Feiern und vielen Aufgaben bei der DBS, der Divine Business School. Ich freue mich, wenn du meinen Rückblick liest.

Meine Reha

Viel Zeit im Juli hat meine ambulante Reha eingenommen. Für insgesamt fünf Wochen war ich jeweils an drei Tagen dort in Behandlung. Und da viele auf social Media immer wieder Interesse gezeigt haben, möchte ich euch hier ein wenig mit hinein nehmen wie es war, was ich für mich mitnehmen und was ich lernen durfte.

Wenn dich dieser Teil meines Rückblicks nicht interessiert, gehe einfach zurück zum Inhaltsverzeichnis und klicke auf den zweiten Punkt

Der Hauptgrund für meine Reha ist das Post-Vac-Syndrom. Einer heftigen und langandauernden Nebenwirkung der Corona Impfung. Nebendiagnose für die Reha waren Fibromyalgie und orthopädische Beschwerden.

Da mein Beschwerdebild und auch die Auslöser dafür eher vielfältig ist und auch weil man bei PostVac noch nicht so wirklich weiß was hilft, war es am Anfang herausfordernd den richtigen Therapieplan für mich zusammen zu stellen.

In den ersten Wochen empfand ich die Reha als viel zu anstrengend. Der Therapieplan schien zu einer Frau zu gehören, die sehr viel mehr Energie hat als ich. Zu wenig Pausen, zu große körperliche Anstrengung und zu lange Tage führten dazu, dass ich in den Tagen dazwischen noch viel erschöpfter war als davor.

Ganz ehrlich: Ich war ein paar Mal kurz davor die Reha frühzeitig abzubrechen, weil es mich so erschöpft hat. Außerdem fand ich den Fokus auf meine Beschwerden und meine Mängel als sehr, sehr anstrengend. Jeden Tag musste ich wieder neu benennen, was ich für Symptome habe und was heute am Schlimmsten ist. In meinem Alltag lege ich meinen Fokus eigentlich genau auf das Gegenteil. Und weiß jetzt auch wieder ganz genau warum.

Warum ich trotzdem weiter gemacht habe? Ich habe gemerkt, dass ich einiges lernen konnte. Von Woche zu Woche, von Therapie zu Therapie gelang es mir besser für mich einzustehen. Meine Symptome genauer zu schilden. Genau zu benennen, was mir gut tut und was mir zu viel wird. Wünsche zu äußern und Grenzen zu setzen.

Und ich habe noch einmal neu und vor allem tiefer gelernt, was mir theoretisch schon vorher klar war: Ich weiß am Besten wie es mir geht und was ich brauche. Besser als jede*r Arzt*in und jede*r Therapeut*in. Mein Körper sagt mit das sehr deutlich. Und ich darf immer mehr lernen auf ihn zu hören und ihm zu vertrauen. Auch das bedeutet für mich „In Verbindung leben“.

Am Ende waren die Reha-Tage dann tatsächlich so, dass ich sie als hilfreich und wohltuend empfand. Besonders gut war für mich die Physiotherapie und Massage (was ich auch vor der Reha schon regelmäßig machte) und für mich neue physiotherapeutische Behandlungen wie Fango und Ultraschall. Und ich habe ganz neu Ergotherapie für mich entdeckt. Vor allem das Sensibilitätstraining und das Tonustraining war hilfreich für meine Sensibilitätsstörungen und meine dauerhaft zu hohe Muskelanspannung. Außerdem gab es leichte Bewegungs-Gruppen, die viel Dehnen und langsame Bewegungen beinhalteten gut für mich.

Diese Therapien kann ich auch nach der Reha einmal wöchentlich auf Rezept weiter machen.

War die Reha jetzt also ein Erfolg? Es kommt darauf an, wie man Erfolg definiert. Meine Erschöpfung ist noch immer groß. Meine Schmerzen haben sich teilweise sogar verstärkt. Aber ich fühlte mich ernstgenommen mit meiner Krankheit. Habe von vielen anderen Menschen erfahren, die auch am PostVac-Syndrom leiden und habe jetzt eine offizielle schriftliche Diagnose. Ich habe einen Weg, den ich weiter gehen kann. Habe neue Ideen, wie ich mit meinen Beschwerden umgehen kann und was hilft. Und habe wieder neu gemerkt, wie gut mein Körpergefühl mittlerweile ist und wie deutlich mein Körper mir sagt was ihm gut tut und was eben nicht.

Stand nach der Reha ist aber noch immer: Ob und wann ich wieder gesund werde, kann mir niemand sagen. Und um es mit den Worten einer Therapeutin zu sagen: „Das große C… ist doch ein großer Sch… Egal ob es die Infektion oder die Impfung ist.“ Ja. Genau so ist es. Und es hat mir echt gut getan, dass das jemand mir gegenüber so laut und deutlich gesagt hat.

Feste und Feiern

Auch viel Raum eingenommen haben im Juli viele, viele Feste und Feiern. Schule und Kindergarten, Sportverein und Kirchengemeinde. Alle wollten in diesem Jahr -endlich wieder!- ein Sommerfest machen.

Und es ist auch wirklich schön, dass das wieder möglich ist. Das Feiern, das Zusammensein, das Gemeinschaft-haben. Und ich verstehe, dass jede Einrichtung und jeder Verein die Möglichkeit ergriffen hat.

Bei drei Kindern in drei verschiedenen Einrichtungen und unterschiedlichen Hobbys häuft sich das aber sehr. Und als hochsensibler Mensch fühlte ich mich leicht überfordert mit dem vielen Menschen auf einem Fleck. Ich merke deutlich, dass ich das durch zwei Jahre Pandemie nicht mehr gewohnt bin.

Dazu kommt, dass ich durch meine Erkrankung viel zu wenig Energie habe für diese Feste. Selbst wenn ich nur ein paar Stunden zwischen all den Menschen auf einer unbequemen Bierbank sitze, falle ich danach in ein Loch und brauche viel Zeit um mich zu regenerieren. Es ist also jedes Mal eine sehr bewusste Entscheidung, ob ich diese Konsequenz in Kauf nehme und ob meine Familie das mittragen kann.

Das fällt mir nicht immer leicht. Es ist immer wieder ein Abwägen, was mir warum wichtig ist und wie ich Prioritäten setze.

Zusätzlich zu den Sommerfesten gab es noch einige Geburtstage. Winterkinder haben ihren Kindergeburtstag nachgefeiert und unsere Kinder eingeladen. Kinder aus der Verwandtschaft hatten Geburtstag. Und für und mit unserem Ältesten haben wir ein Halbjahresfest gefeiert. Da er an Weihnachten Geburtstag hat feiern wir mit Omas und Opas, Tanten und Onkels, Cousinen und Cousins immer seinen halben Geburtstag. Damit er auch ein wirklich eigenes Fest hat.

Jedes dieser Feste war wunderschön und gleichzeitig unheimlich anstrengend. Gleichzeitigkeit – dieses Wort beschäftigte mich in diesem Moment tatsächlich sehr. So oft ist beides gleichzeitig da. Das Schöne und das Schwere.

Divine Business School

Seit Ende Juni bin ich Teilnehmerin der DBS. Der Divine Business School. Und obwohl ich mein Business schon vor einem Jahr gestartet habe, schon mehrere Angebote und einige Kundinnen habe, ist es trotzdem nochmal sehr wertvoll für mich mit Unterstützung auf die Basis meines Business zu schauen.

Im Juli habe ich mir nochmal ganz genau angeschaut, für wen meine Angebote eigentlich sind, was meine Vision und meine Werte dahinter sind und welchen Weg ich mit meinem Kundinnen gehen will. Und für mich ist vieles dadurch nochmal so viel klarer geworden.

In meinen Angeboten als Coach unterstütze ich Mütter, die erschöpft sind von ihrem Mama-Alltag, sich selbst wieder wahrzunehmen, ihre eigenen Bedürfnisse erkennen und gut für sich zu sorgen.

Um mehr Freude, Fülle und Leichtigkeit im Familienalltag zu erleben.

Und warum? Weil ich einen Traum habe:

Ich träume von einer Welt, in der wir Erwachsenen Kindern friedvoll, wertschätzend und liebevoll begegnen können. – Weil wir selbst im Frieden mit uns sind und uns selbst wertschätzend und liebevoll begegnen.

Ich träume von einer Welt, in der wir Erwachsenen die Bedürfnisse unserer Kinder sehen und erfüllen können. – Weil wir selbst einen gefüllten Bedürfnis-Tank haben.

Ich träume von einer Welt, in der wir Erwachsenen innerlich heil sind und aus diesem heil-sein heraus handeln und leben. – Anstatt aus unseren inneren Verletzungen heraus andere und uns selbst wieder und wieder zu verletzten.

Und dieser Traum treibt mich in meiner Arbeit immer wieder an. Darum bin ich hier, darum mache ich all das. Weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass es nicht selbstverständlich ist, dass dieser Traum Wirklichkeit ist.

Wenn dich das anspricht, kannst du dich hier über meine Angebote informieren. Oder mir eine E-Mail schreiben. Ich mache auch gerne ein kostenloses Kennenlerngespräch mit dir um herauszufinden, welches Angebot am Besten für dich passt.

Was sonst noch war

  • Es war heiß. Sehr heiß. Eis war an vielen Tagen das liebste Essen der Kinder.
  • Die letzten Schulwochen in Baden-Württemberg waren zäh. Sehr zäh.
  • Und die Freude über die Sommerferien Ende des Monats sehr, sehr groß!

Und: Ich habe mehrere Blogartikel geschrieben:

Kennst du sie schon alle?

Ausblick auf August

Erstmal gibt es nochmal Urlaub. Wir gehen eine Woche auf die schwäbische Nordalb in die Zeltstadt. Eine christliche Camping Freizeit. In der Woche werde ich offline sein. Praktischerweise gibt es dort nämlich seehr schlechten Empfang. Was für mich vermutlich sehr gut ist. Da ich dann nicht in Versuchung gerate doch immer mal wieder zu schauen, was so los ist.

Zeltstadt bedeutet für mich eine Woche auftanken. Zeltstadt bedeutet für mich Verbindung – mit Gott, mit mir selbst und mit anderen.

Was danach dran ist weiß ich noch nicht genau. Die Kinder haben noch Sommerferien. Ich viele neue Ideen im Kopf. Und ein paar wichtige To-Dos. Und Frauen, die ein Coaching bei mir ein Coaching beginnen oder weiter machen wollen, nach meiner 1zu1-Pause durch Urlaub und Reha.

Ich möchte den Sommer weiter genießen, mit allem was er bringt. Trotzdem.

Herzliche Grüße, Judith 💛✨

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