Der September ist jetzt schon seit zwei Wochen vergangen und erst jetzt nehme ich mir Zeit meinen Monats-Rückblick hier in meinem Blog zu verschriftlichen. Manchmal habe ich gerade das Gefühl, die Zeit rast und viel zu oft finde ich zu wenig Zeit für Dinge, die mir wichtig sind. Wie zum Beispiel meinen Blog und das Schreiben hier. Und dann wünsche ich mir, dass ich die Zeit ein bisschen langsamer drehen kann. Kennst du das?

Wenn ich innehalte, zurückblicke, reflektiere, schreibe, dann ist es tatsächlich ein wenig so, als würde die Zeit langsamer werden. Oder vielleicht bin es vor allem ich, die langsamer und ruhiger wird. Und das ist mit ein Grund, warum ich es so liebe zurückzublicken und meine Gedanken in einem Monatsrückblick zusammenzufassen.

Wenn ich auf den September zurück blicke, schaue ich auf die letzte Ferien-Etappe zurück, auf das Thema Bedürfnisse, auf die ersten Infekte des Herbstes und eine wertvolle Entdeckung. Viel Freude beim Lesen.

Letzte Sommerferien-Etappe.

Wenn ich jetzt gerade aus dem Fenster schaue, fühlt sich das irgendwie seltsam an, aber in den ersten zwei September-Wochen waren bei uns tatsächlich noch Sommerferien. Und ich darf zurückblicken auf viele schöne Momente, die als Familie wir hatten:

  • Die Tante meines Mannes lud uns und noch einige andere zu einer Kanu-Fluss-Wanderung ein. Wir hatten einen tollen Tag, mit schönem Wetter inmitten von herrlicher Natur. Und während ich mit meinem Mann und meinen Kindern im Kanu saß mit einem Paddel in der Hand, überkam mich mal wieder dankbares Staunen, dass so etwas einfach wieder möglich ist.
  • In unserer Gemeinde fanden „TaGeLe“ statt. „Tage gemeinsamen Lebens“ Wir verbrachten mehrere Tage zusammen im Gemeindehaus um miteinander zu Essen, zu Reden, zu Spielen, zu Singen, zu Basteln und Vieles mehr. Ich durfte an einem Tag den Kindern eine Geschichte aus der Bibel erzählen, konnte mich mit vielen Menschen unterhalten, in der Sonne einen Kaffee trinken, Gips-Giesen und Handlettering ausprobieren. Und auch an diesen Tagen war immer wieder der Gedanke da: Wie kostbar und wundervoll, dass das hier möglich ist.
  • Und im September gibt es bei uns immer mehrfach Grund zu feiern: Mein Mann und ich haben Hochzeitstag und mein Mann und unsere Tochter haben kurz nacheinander Geburtstag.

Bedürfnisse und Mangel

Unser Monats-Thema im Mitgliederbereich „dein Zuhause“ hieß im September „Bedürfnisse“. Wir haben uns miteinander angeschaut, was für Bedürfnisse es gibt, wie wir Mangel in uns erkennen und wie wir mit diesen Mangel zu Gott gehen können. Und wie immer hab ich mich auch für mich persönlich mit unserem Monats-Thema auseinander gesetzt.

So schön und wertvoll unsere Sommerferien in diesem Jahr auch waren, dass was danach für mich immer im Mangel ist ist mein Bedürfnis nach alleine-Sein, Zeit mit mir, Ruhe, Routine und Ordnung. Und wie jedes Jahr fällt es mir nach den Sommerferien schwer wieder zurück zu finden in den Rhythmus und die Routinen, die mir gut tun. Das Ergebnis davon ist dann oft eine innere Unruhe und ein inneres und äußeres Chaos. Und nicht nur die Sommerferien haben dazu beigetragen, sondern auch die Geschwindigkeit, die mein Leben wieder aufgenommen hat, seit der Heilung, die ich erleben durfte. Ich bin unendlich dankbar für alles, was wieder möglich ist und gleichzeitig wünsche ich mir manchmal die Langsamkeit aus dieser Zeit zurück.

Ein Satz, den ich in meiner Begleitung immer wieder sage ist, dass Wahrnehmen der erste wichtige Schritt ist. Wahrnehmen, dass etwas in Unordnung geraten ist, wahrnehmen, dass da ein Mangel ist, wahrnehmen, dass ich unzufrieden bin und etwas fehlt. Und es ist gut, dass ich das anderen so oft sage, denn dadurch erinnere ich auch mich selbst immer wieder daran.

Also habe ich mir Zeit genommen zum Wahrnehmen. Habe zugelassen, dass ich die Unruhe spüre, die Unzufriedenheit, den Mangel. Und habe mich gefragt, was es denn ist, was mir gerade wirklich fehlt. Und die Antwort kam nach und nach. Was mir wirklich fehlte war das, was mein Hauptthema ist und wozu ich immer wieder und wieder einlade: die tiefe Verbindung zu mir und meinem Gott. Das Sein – im Moment, in mir, in seiner Gegenwart. Und die Langsamkeit, die dieses Ganz-Da-Sein mit sich bringt. Und deshalb bin ich gerade wieder dabei das zu üben. Indem ich innehalte, indem ich atme, indem ich mein Handy zur Seite lege, indem ich mir vorstelle, dass Jesus mir gegenüber sitzt und mir bewusst mache, dass das wahr ist und er wirklich da ist.

Und ich merke wieder neu, wie gut mir das tut. Und wie umkämpft es gleichzeitig ist.

Vielleicht willst du es ja mit mir zusammen üben und immer wieder für kleine Verbindungsmomente innehalten. Und wenn du magst, schenke ich dir dazu eine Hördatei mit einem Verbindungmoment mit dir und Gott. (Dazu trägst du einfach hier deine Mail-Adresse ein und ich schicke dir den Link dazu zu.)

Erste Infekte und eine wertvolle Entdeckung

Ende September, kurz nach Schuljahres-Beginn, kamen die ersten Infekte in unserer Familie vorbei. Nichts Außergewöhnliches – simple Erkältungen, Halsschmerzen, Schnupfen-Nasen und zwischendrin Bauchschmerzen und Übelkeit. Und mein Körper reagierte mit Müdigkeit, Schwäche und Gliederschmerzen. Altbekannte Symptome, die ich in der langen Krankheits-Zeit als dauerhafte Begleitung hatte. Nichts Neues also, dachte ich zuerst.

Und dann begann ich mal genauer hinzufühlen. Und merkte, dass sich etwas wundervolles verändert hatte: Ich spürte all die Symptome in mir, nahm war, dass ich schwach war und Schmerzen hatte. Und es war ok. Es war einfach so. Mehr nicht. Und das wahrzunehmen war so gut.

Zwei Jahre ist es jetzt her, dass ich dieses große Wunder erleben durfte und Gott meinen Körper geheilt hat. Und seitdem gab es immer wieder Zeiten, in denen alte Symptome zurück kamen. Meistens durch Infekte, oder auch nur weil mein Immunsystem gegen einen Infekt kämpfte. Immer wieder war ich dadurch über Tage oder Wochen geschwächt. Und jedesmal reagierte etwas in mir mit Angst. Angst, dass alles wieder zurück kommt. Angst, dass die Schwäche nicht mehr aufhört, sondern wieder zunimmt. Angst, dass all das, was mir geschenkt wurde, mir jetzt wieder geraubt wird.

Und dieses Mal spürte ich in mich hinein und die Angst war weg. Ich hatte Symptome, ja. Aber sie wurden nicht mehr von dieser Angst begleitet, was mich sehr dankbar macht.

Ausblick auf Oktober

Ich wünsche mir für mich, dass ich im Oktober dran bleiben kann, wieder mehr Langsamkeit, Ganz-Da-Sein und Verbindung einzuüben und in meinen Alltag zurückzuholen. Und ich freue mich auf Kürbis, bunte Blätter und die Herbstsonne. Außerdem gehe ich Mitte Oktober zu einer Trauma-Fortbildung bei Nestle e.V., auf die ich mich sehr freue. Und ich habe zwei Einladungen für dich, wenn du möchtest:

  • Im Mitgliederbereich „dein Zuhause“ ist unser Monats-Thema im Oktober: „Fülle trotz Mangel“. Es gibt in diesem Monat viele praktische Übungen dazu und ich freue mich auf das, was wir miteinander erleben werden. Du kannst einfach mitten im Monat noch dazu einsteigen. Unsere Türen sind geöffnet.
  • Der „Himmelsraum“ im Oktober ist am 23.10. um 9Uhr. Der Himmelsraum ist ein Teil des Mitgliederbereiches, den du aber auch einzeln buchen kannst. Und es ist ein besonderer Raum für Verbindung, Begegnung, Ruhe und Gebet. Herzliche Einladung!
  • Und du findest mich auch auf Instagram, wo ich dir in meiner Story immer wieder kleine Impulse für mehr Verbindung gebe.

Ich freue mich, wenn wir uns irgendwo begegnen.

Herzliche Grüße, Judith

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