Der August war geprägt von freiwilliger und unfreiwilliger Pause, Sommerferien und auch ein wenig online-Business.

Viel Spaß beim Lesen.

Zeltstadt

Anfang August machten wir uns als Familie mit dem Wohnwagen auf den Weg auf die schwäbische Nordalb zur Zeltstadt, einer christlichen Camping Freizeit.

Wir waren schon öfters als Familie mit dabei. Das erste Mal, als unser Jüngster noch ganz klein war. Und jedesmal ist diese Woche eine sehr wertvolle und besondere Zeit für uns.

Die letzten zwei Jahre war es wegen Corona nicht möglich. Und desto mehr freuten wir uns in diesem Jahr darauf.

Zeltstadt bedeutet für mich immer zur Ruhe kommen, auftanken, ankommen.

Ankommen bei mir und bei Gott. Die Verbindung zu mir selbst und die Verbindung zu Gott vertiefen. Mich wieder neu und ganz bewusst auf ihn ausrichten, auf ihn hören, von ihm hören.

Und es bedeutet auch jedesmal eine besondere Verbindung zu meinem Mann. Weil das, was wir dort gemeinsam erleben dürfen uns jedesmal näher zueinander führt.

Und in diesem Jahr, nach diesen herausfordernden Monaten, war das besonders wertvoll für uns.

Und auch für unsere Kinder ist es eine tolle Zeit. In diesem Jahr waren sie das erste Mal alle drei im Kinderprogramm und kamen jedes Mal begeistert zu unserem Wohnwagen zurück.

Was Zeltstadt für uns bedeutet, beschreibt vielleicht am Besten das Gespräch mit meiner Tochter kurz bevor wir wieder vom Berg runter gefahren sind.

Wir gingen gemeinsam über den Platz zu unserem Auto und ich summte leise eins der Lieder, die wir in diesen Tagen öfters gesungen haben.

„Mama, warum bist du fröhlich, wenn wir von Gott weg gehen?“ – „Wie meinst du das, mein Schatz? Gott ist doch überall.“ – „Ja. Aber hier ist er irgendwie näher. Hier spüre ich immer, dass er bei mir ist. Und das ist so schön.“

Ich glaube an einen Gott, der immer bei uns ist. Der uns sieht und kennt und hört und mit uns spricht. Egal wo wir sind.

Aber meine Tochter hat Recht. In der Zeltstadt, da oben auf diesem Berg, fühlt es sich an, als wären wir dem Himmel ein Stückchen näher. Und deshalb kommen wir immer wieder.

Mein Business

Die ersten zwei August-Wochen hatte mein Business bewusst Pause

 

Meine Pausen-Ankündigung auf social Media.

Kein social Media. Kein Coaching. Keine Kurse. Keine Fortbildung. Kein Planen. Kein Vorbereiten.

Das war gut.

Und genau so gut war es wieder zu beginnen. Nach der bewussten Pause habe ich wieder festgestellt, wie sehr ich es liebe mit euch auf social Media in Austausch zu sein.

Und ich habe mich sehr auf die Frauen gefreut, die ich im Coaching begleiten darf. Teilweise in meinem Gruppencoaching „DeinRaum“, teilweise im 1zu1-Coaching.

Ich liebe diese Arbeit so sehr. Das merke ich immer immer wieder. Jedesmal berührt es mich so, wenn ich Mütter Schritt für Schritt in die Freude, die Fülle und die Leichtigkeit führen darf. Ich kann mir gerade keine schönere Aufgabe vorstellen.

Und es macht mich so dankbar, dass ich diese Arbeit trotz meiner Krankheit machen kann. Mir wird immer klarer, dass selbstständig zu sein -vor allem mit einem online Business- die beste Art zu arbeiten ist, für mich als chronisch kranke Mama. Und was für ein Geschenk ist es, dass ich diese Art zu arbeiten entdecken durfte, bevor ich so krank wurde.

Fatigue-Crash

Ende des Monats gab es nochmal eine Pause. Dieses Mal aber nicht bewusst und freiwillig, sondern weil mein Körper mich dazu gezwungen hat.

Mein Fatigue-Gesicht

Das Gemeine an meiner Krankheit ist, dass es jederzeit zu einem Crash kommen kann. Vor allem wenn ich mir ein wenig zu viel zumute.

Ein Fatigue-Crash ist mehr als „Ich bin müde“.
Mehr als „Ich brauch mal ne Pause“.
Mehr als „Ich bin erschöpft“.
Mehr als „Ich muss dringend ausschlafen“.

Ein Fatigue-Crash ist ein Crash.
Ein Zusammenbruch des Systems.
Und ich wusste früher nicht, dass es das so geben kann. Dass alles in einem zusammen bricht.

Ich wusste nicht, dass man sich so geschwächt fühlen kann, dass man sich so schwach fühlen kann.

Zu schwach zum Gehen, Stehen, Sitzen. Zu schwach zum Denken und Reden.

Und das Einzige was hilft, ist nachzugeben. Dem Körper nachzugeben. Der Schwäche nachzugeben.

Da hilft kein „Manchmal muss man sich halt aufraffen“, kein „Bewegung an der frischen Luft hilft immer“, oder sonstige gut gemeinte Sprüche.

Da hilft nur nachgeben. Dem Körper radikal das geben, was er fordert. Ruhe. Schlaf. Nichts müssen.
Nicht bewegen, nicht reden, nicht denken.
Dem System ermöglichen runter zu fahren. Komplett.
Nur dann ist ein Neustart möglich.

Im Moment erholt sich mein Körper Schritt für Schritt von diesem Crash.
Wie weit er sich erholt weiß ich nicht.
Wann der nächste Crash kommt weiß ich auch nicht.

Ich lerne die Anzeichen immer besser kennen. Verstehe mehr und mehr was dazu führt. Ganz verhindern kann ich sie nicht.

Ich übe mich in Annahme. Jeden Tag.
Ich schließe Frieden mit mir und meinem Körper. Jeden Tag.

Und manchmal weine ich. Weil ich mich nach dem sehne, was einmal war. Nach Radtouren mit meiner Familie. Nach langen Spaziergängen. Nach Tanzen und Springen und Rennen.

Und ich halte diese Sehnsucht in mir wach. Ich halte die Hoffnung in mir wach. Und entscheide mich jeden Tag neu voll Zuversicht in die Zukunft zu sehen. In dem Vertrauen, dass alles gut wird, egal wie es wird.

An manchen Tagen gelingt mir das gut. An anderen nicht.

Aber ich mache weiter. Schritt für Schritt. Ich stehe immer wieder auf. Ich entscheide mich immer wieder für Dankbarkeit, für Vertrauen, für Glaube, für Liebe.

Ich entscheide mich immer wieder zu lächeln und meine Blickrichtung bewusst zu wählen.

Und ich wünsche dir, dass auch dir das immer wieder gelingt. Egal wie deine Umstände sind. Und wenn du merkst, dass dir das alleine nicht gelingt, dann melde dich bei mir. Und wir schauen ob und wie ich dir helfen kann.

Hast du Lust? Dann melde dich zu einem kostenlosen Kennenlern- Gespräch an. Ich bin da.

Was sonst noch war

  • Seid Ende August wohnen zwei Katzenkinder bei uns. Denn Wunsch hatten die Kinder schon lange. Jetzt endlich wurde der Wunsch Wirklichkeit und zwei Brüder aus dem Tierheim durften bei uns einziehen.
  • Ich hatte einen Besuch beim Amtsarzt und mittlerweile das Gutachten „Dienstunfähig“. Das löst gemischte Gefühle bei mir aus. Traurigkeit und Dankbarkeit. Erschrecken und Erleichterung. Und immer wieder der Gedanke: „Alles wurde vorbereitet.“ Und „Ich bin versorgt.“
  • Die Kinder haben die Sommerferien in vollen Zügen genossen. Lange schlafen, Freunde treffen, Fahrrad fahren, Fußball spielen, Handy zocken und abends länger Fernseh schauen.
  • Gebloggt habe ich nur wenig. Hier geht’s zum 12von12 im August.

Ausblick auf September

  • Mitte September startet hier wieder die Schule. Ich habe dann einen Sechstklässler, eine Drittklässlerin und ein Vorschulkind. Wann wurden meine Kinder eigentlich so groß?
  • Wir dürfen zwei Geburtstage feiern. Den von meiner Tochter und den von meinem Mann.
  • In meiner Facebook-Gruppe starten am 19. September kostenlose Impulstage zum Thema „InVerbindungLeben“. Da schauen wir uns gemeinsam an, was es eigentlich bedeutet, mit sich selbst verbunden zu sein. Wie es sich anfühlt, wenn wir es nicht sind und was für Auswirkungen das auf uns und unser Leben hat. Und welche Schritte wir gehen können, um diese Verbindung wieder zu finden. Herzliche Einladung dazu!

Hier kannst du dich anmelden:

Ich freue mich auf Verbindung mit dir! Hier, in meiner Facebook-Gruppe oder auf Instagram.

Herzliche Grüße, Judith

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner