12von12 im September

Und wieder ist Zeit für 12von12. Ich freue mich immer auf diesen Tag. Ich mag es, dass ich dadurch achtsam durch meinen Tag gehe. Bewusst wahrnehme was ich mache. Und immer wieder Momente mit meiner Kamera festhalte.

Heute nehme ich euch mit hinein in den ersten Schultag nach den Sommerferien. Ein Übergangstag.

Dieser Tag beginnt viel zu früh. Meine Kinder haben es mittlerweile echt gelernt, in den Ferien etwas länger zu schlafen. (Das war früher undenkbar!) Und das habe ich auch genutzt.

Heute also wieder kurz nach sechs aus dem Bett. Das Haus ist noch still.


Und ich finde es wirklich viel zu früh.

Die Kinder schlafen noch, aber die Katzen freuen sich sehr, dass ich aufgestanden sind. Sie fordern lautstark ihre ersten Streicheleinheiten und ihr Frühstück von mir.


Die finden es nicht zu früh.

Ich bin heute morgen langsam. Bei mir ist Zyklustag 1. Das spüre ich sofort. Mein eh schon geschwächte Körper fühlt sich dann noch schwächer an. Und zusätzlich zu meinen normalen Schmerzen, meldet sich mein Bauch.

Ich bin dankbar, dass mein Mann heute von zuhause arbeitet und das Tisch decken übernehmen kann. Und ich dadurch genügend Zeit für Langsamkeit und für eine Dusche vor dem Kinder wecken habe.

Danach merke ich schnell, dass wir ziemliche Startschwierigkeiten haben. Übergang zwischen Ferien und Schule ist herausfordernd.

Ein Kind will absolut nicht aufstehen. Es ist zu früh. Es ist zu kalt. Und überhaupt. Keine Lust.

Ein Kind jammert noch im Bett, dass es auf keinen Fall zur Schule kann. Die Nase läuft, das Auge tränt, der Hals kratzt.

Na toll.

Das Kindergarten Kind ist fit. Immerhin.

Irgendwie schaffen es doch alle zum Frühstücks-Tisch. Alle essen. Außer ich. An diesem Übergangstag brauchen alle meine volle Aufmerksamkeit.

Und da ich davor schon mir selbst die volle Aufmerksamkeit gegeben habe, fällt es mir jetzt leicht, sie meinen Kindern zu geben.

Mein Kaffee wird beim Frühstück kalt. Mein Schälchen bleibt leer. 
Die Kinder brauchen meine Aufmerksamkeit.
Und ich brauche nachher Ruhe zum Frühstücken.

Das unlustig Kind schafft es mit viel Begleitung noch pünktlich aus dem Haus.

Das kranke Kind schafft es nach dem Frühstück aufs Sofa.

Mein Mann schafft es wieder an seinen Schreibtisch.

Und der Jüngste und ich machen uns auf den Weg zum Kindergarten.

Draußen ist es sonnig und kalt. Die Temperaturen am Morgen zeigen uns, dass mit den Sommerferien auch der Sommer zu Ende gegangen ist. Später wird es warm werden. Auch hier: Übergang.

Ich ermutige meinen Sohn kurz vor dem Losgehen einen Moment vor die Tür zu stehen, um zu entscheiden, was er anziehen möchte. Das ist in dieser Übergangszeit nicht immer so einfach. Aber heute entscheidet er sich schnell.

Wollmütze und Sonnenbrille. Perfekt.

Ich genieße die kurze Zeit zu zweit mit meinem Jüngsten. Beim Gehen erzählt er mir viel, stellt Fragen, nimmt immer wieder meine Hand.

Der Abschied beim Kindegarten fällt leicht. Und ich mache mich wieder auf den kurzen Heimweg.

Nach ein paar Schritten bleibe ich stehen. Ich schließe die Augen und halte mein Gesicht in die Sonne. Ich atme langsam und bewusst ein und aus. Nehme mir Zeit mich mit meinem Körper zu verbinden. Nehme mir Zeit wahrzunehmen, wie es mir geht. Nehme mir Zeit die kalte Luft und gleichzeitig die wärmenden Sonnenstrahlen zu spüren. Und gehe erst danach weiter.


Einen Moment inne halten, Einchecken in mich selbst. So wertvoll und wohltuend.

Zuhause schaue ich noch einmal kurz nach meinem kranken Kind. Sie kuschelt auf dem Sofa und hört Bibi und Tina.

Und ich nehme mir Zeit für meinen ersten Kaffee, für ein Frühstück ganz in Ruhe und für meine „Guten Morgen – Story“ für Instagram und Facebook.

Mein obligatorisches Bild am Morgen in meiner Insta- und Facebook-Story.

Ich liebe den Austausch mit meinen Followern. Ich liebe es meine Gedanken mit ihnen zu teilen, auf Fragen zu antworten, Impulse zu geben.

Und es ist immer wieder ein großes Geschenk für mich, wenn Menschen mir schreiben, dass meine Storys etwas in ihnen berührt und bewegt haben, dass es ihnen gut tut, meine Worte zu lesen und dass sie sich sogar jeden Tag auf meine Story freuen.

Heute erzähle ich in meiner Story von meinen Impulstagen, die ab nächstem Montag in meiner Facebook-Gruppe stattfinden werden. In 5 Workshops gebe ich die Möglichkeit gemeinsam mit mir auf mein Thema „InVerbindungLeben“ zu schauen. Ich lade ein, darüber nachzudenken, was es eigentlich bedeutet, mit sich selbst verbunden zu sein, wie es sich anfühlt und was für Auswirkungen das auf unser Leben hat, wenn wir das nicht sind und was uns helfen kann (wieder) in diese Verbindung zu kommen.

Ich freue mich schon sehr darauf. Ich liebe es mit Frauen im Austausch zu sein, Impulse zu geben, meine Gedanken zu teilen und Aha-Momente miterleben zu dürfen. Ich liebe es nah an euch dran zu sein und von euch und euren Herausforderungen zu hören. Und ich liebe es wenn ich merke, dass ich mit meinen Impulsen und Übungen etwas anstoßen kann.

Und mir ist es wichtig, immer wieder die Möglichkeit zu geben, mich und meine Arbeit immer wieder ganz unverbindlich kennen lernen zu können.

Wenn du da auch Lust dazu hast, komm gerne dazu!

Danach gibt es Kuschel-Zeit auf dem Sofa mit meiner Tochter. Das tut uns beiden gut.

Mein Kind ist schlapp und macht das Beste. Sie hört auf ihren Körper, ruht sich aus und verlässt das Sofa nicht. Dabei hört eine „Bibi und Tina“ – Folge nach der anderen und stellt immer wieder fest, dass sie Hunger hat. Ein gutes Zeichen.

"Bibi und Tina" hören auf dem Sofa und die richtigen Snacks helfen eindeutig beim gesund werden

Montag Vormittags finden immer mein Gruppencoaching „DeinRaum“ statt. Ich mache es mir draußen auf meiner Bank gemütlich. Mit Kuschel-Kissen im Rücken, warmen Dinkel-Kissen auf dem Bauch und warmer Teetasse griffbereit.

Ich warte im Zoom-Raum auf "meine" Frauen.

Ich merke heute deutlich, dass ich nicht viel Energie habe. Und trotzdem erfüllt mich die Zeit. Und wie so oft bin ich dankbar, dass ich mir eine Arbeit kreieren darf, die mir, meinen Gaben und Bedürfnissen so sehr entspricht. Und die ich trotz meiner Erkrankung machen kann.

Zum Mittagsessen sind die anderen Kinder auch wieder da. Und ich merke noch am Tisch, dass mein Energie-Tank leer ist. Mal wieder bin ich dankbar, dass mein Mann zuhause arbeiten kann. So kann ich die Kinder mit ihm am Tisch zurück lassen und gehe schlafen.

Mein Körper braucht nach wie vor viel Ruhe. Und die gebe ich ihm so oft wie möglich.

Nach der Pause erwartet mich ein wenig Küchenchaos. Der Tisch wurde schon abgeräumt. (Sehr wichtig! Sonst hüpfen die Katzen auf den Tisch und schlecken alle Teller ab.)

Wie gut, dass schmutziges Geschirr sehr geduldig ist. Und einfach auf mich wartet, während ich schlafe.

Ich helfe den Tellern noch in die Spülmaschine und wische den Tisch ab.

Meine Beine sind extrem schwach. Der Schlaf hat zwar ein wenig geholfen, aber voll wird mein Energietank heute nicht. Die nächste Pause gibt es auf der Gartenbank.

Beine hoch. Kaffee genießen. In die Blumen schauen.
Annehmen was ist. Mich. Meine Schwäche. Diesen Tag.

Ich stelle dankbar fest, dass unser Tag überraschend gut. Trotz 1. Zyklustag, trotz Übergangstag, trotz krankem Kind.

Meine Tochter genießt es faul zu sein und hört Bibi und Tina in Dauerschleife. Sie hat schon festgestellt, dass der Ausruh-Tag ihr gut getan hat und sie morgen in die Schule kann.

Mein ADHS’ler kam total entspannt von der Schule heim und ist jetzt schon wieder unterwegs um mit einem Freund Fußball zu spielen.

Der Jüngste kam gut gelaunt und mit frisch geschnittenem Haar vom Kindergarten heim. (Ähm… Joa… Der zweite Punkt ist… Naja… Die Erzieherin meiner, er musst dringend seine neue Schere, die wir ihm als Vorschulkind mitgegeben haben ausprobieren. Joa… Is klar…) Jetzt ist er unterwegs im Kinderturnen. (Nachdem er in der Mittagspause in seinem Zimmer nochmal ein paar Haare geschnitten hat. Mit seiner alten Schere. Danach ist im eingefallen, dass ich eigentlich mal sagte, wenn er Lust auf schneiden hat, soll er zu mir kommen und ich gebe ihm das was. Und mit diesen Worten war meine Mittagspause dann beendet. Hach… Leben mit Kindern… Immer wieder schön…)

Und mir geht’s zwar echt körperlich mies, ich kann es aber gut annehmen und der Tag lässt es auch zu, dass ich viel ruhe. Und das ist wunderbar.

Am Nachmittag passiert nicht mehr viel. Was gut ist.

Nachdem Abendessen fällt meinem Sohn ein, dass er eine Hauaufgabe auf hat. Im Hausaufgabenheft steht sie nicht, weil er nicht wusste, was für ein Datum heute ist. Der Kopf wusste sie aber noch.

Also machen wir noch zusammen auf dem Sofa ein englisches Tierrätsel. Und ich muss ich ein paar Mal sehr gründlich nachdenken. (Fällt dir spontan ein, welches Tier ähnlich aussieht wie ein Hase und Streifen hat? – Ganz ehrlich, wer denkt sich denn sowas aus?)

It looks a bit like a rabbit. Some of them have stripes. = ?

Eigentlich will ich am Abend noch meinen 12von12 – Artikel schreiben. Mein Körper will aber früh ins Bett. Also mache ich das. Und schreibe ihn am nächsten Tag.

Jetzt noch schnell rüber hüpfen zu Caro von „draußen nur Kännchen“ meinen Artikel dort verlinken und ein oder zwei andere lesen.

Danke, dass du meinen Tag gelesen hast. Bis zum nächsten Mal.

Herzliche Grüße, Judith

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