Das Thema Trost beschäftigt mich in letzter Zeit viel.

Vielleicht, weil mir mein Bedürfnis nach Trost so sehr bewusst wird im Moment.

Vielleicht weil das Thema Trost in meiner Coaching-Arbeit im Moment so eine große Rolle spielt.

Vielleicht weil ich wahrnehme, wie sehr sich die Menschheit im Moment nach Trost sehnt.

Vermutlich aber wegen einer Mischung aus all diesen Punkten.

Im letzten Blogartikel bin ich auf die Frage eingegangen, ob und wie wir uns selbst trösten können.

Heute möchte ich dieses Thema um einen weiteren Aspekt ergänzen, der mir persönlich sehr wichtig ist. Meinen Glauben an einen Gott, der tröstet.

Mein Gottesbild

Die unter euch, die mir schon länger folgen wissen es, auch wenn ich hier auf meinem Blog noch nicht explizit darüber geschrieben habe. Ich bin Christin. Ich glaube an den Gott der Bibel. Und ich glaube an Jesus.

Ich glaube an einen liebenden Gott. An einen Gott der uns sieht und der uns persönlich kennt. An einen Gott, der sich nach Verbindung mit uns sehnt und der uns eine Beziehung zu sich anbietet.

Ich glaube an einen gnädigen Gott. An einen Gott, der immer wieder „Ja“ sagt zu uns. Egal wie wir sind. Egal, wie viel wir falsch machen. Egal wie es uns geht.

Ich glaube an einen schöpferischen Gott. An einen Gott, der die Welt erschaffen hat. An einen Gott der uns erschaffen hat. Mich und dich. An einen Gott, der jeden Tag Neues schafft. In der Welt. In mir. Und in dir.

Ich glaube an einen kommunikativen Gott. Der mir zuhört. Der antwortet. Der zu mir spricht. Der mir begegnet.

Und ich glaube an einen Gott, der unsre Bedürfnisse erfüllen kann und will. Auch unser Bedürfnis nach Trost.

Gott tröstet… wie eine Mutter.

In der Bibel steht sehr viel über den Trost, den Gott anbietet. Wir können von Menschen lesen, die Gottes Trost erfahren haben. Und die beschreiben, wie sich dieser Trost für sie anfühlt.

Ein Bild in der Bibel, wie Gott tröstet, ist das Bild einer Mutter. Es wird berichtet, dass Gott selbst sich so beschreibt. „Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen eine Mutter tröstet.“

Wie tröstet eine Mutter? Welches Bild entsteht bei diesen Worten in dir? Wie hat deine Mutter dich getröstet? Nach welchem Trost hast du dich gesehnt? Und – wenn du selbst Mutter bist – wie tröstest du dein Kind?

Wenn eins meiner Kinder weint, gehe ich zu ihm hin. Ich biete eine Umarmung an. Ich halte das Kind, bin da, höre zu, lasse es weinen. Wenn ich sehe, dass es etwas braucht, dann gebe ich es ihm. Etwas zum Kühlen, wenn es sich gestoßen hat, oder ein Pflaster. Wenn es ein Problem zu lösen gibt, biete ich Hilfe an und versuche gemeinsam mit ihm eine Lösung zu finden. Und manchmal gebe ich einfach nur Raum für seine Tränen und begleite es in seinem Schmerz. Und begegne ihm mit Empathie. Denn Empathie lindert den Schmerz.

Und genau das will Gott für uns machen. Genau das erlebe ich immer wieder, dass er tut.

Wie erlebe ich Gottes Trost?

Wie kann jemand -oder etwas- den ich nicht sehe mir Trost spenden? Ist das nicht alles Einbildung? Nur ein billiges Vertrösten, wenn es keinen echten Trost gibt?

Ich kann es nicht beweisen. Ich kann es auch nicht erklären. Aber ich erlebe es.

(Genauso wenig kann ich übrigens beweisen, dass ich meinen Mann und meine Kinder liebe. Oder es erklären. Aber auch das erlebe ich.)

  • Ich erlebe Gottes Trost, wenn ich mit ihm rede. Beim Beten erzähle ich ihm, wie es mir geht. Und ich spüre, ich rede nicht nur ins nichts. Ich spreche mit einem gegenüber. Der mir zuhört.
  • Ich erlebe Gottes Trost in der Stille. Wenn ich zuhöre. Und er zu mir spricht. Durch Gedanken in meinem Herzen. Durch Sätze, die in der Bibel stehen.
  • Ich erlebe Gottes Trost in der Musik. Wenn ich Lieder anhöre, die über ihn oder für ihn gesungen wurden. Oder wenn ich selbst diese Lieder singe.
  • Ich erlebe Gottes Trost durch andere Menschen. Die für mich beten. Die etwas über ihn erzählen. Die mir etwas von mir sagen.

Gottes Trost ist für mich kein billiges Vertrösten, weil es keinen echten Trost gibt. Gottes Trost ist für mich reel erlebbar.

Gottes Trost kann mir Ruhe schenken, mitten im Sturm. Und Frieden, mitten in der Angst. Hoffnung, wenn alles hoffnungslos erscheint. Und Zuversicht, wenn ich selbst mutlos bin.

Ich wünsche dir, dass auch du Gottes Trost erfahren darfst, wenn du ihn brauchst.

Herzliche Grüße, deine Judith

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