1. Ich bin in Bietigheim (einem Ort in Baden Württemberg) geboren – und zwei meiner Kinder auch. Im selben Krankenhaus. Bei meiner Geburt war das Krankenhaus ganz neu total innovativ mit „Rooming in“ – das Baby (also ich) durfte im selben Zimmer sein wie die Mama. Leider hat es mir nicht wirklich etwas gebracht, weil ich wegen starker Gelbsucht in die Intensivstation musste und dadurch doch von meiner Mama getrennt wurde.
  2. In meinen ersten zwei Lebensjahren habe ich in Besigheim gelebt. So wie der Großteil meiner Großfamilie.
  3. Als ich zweieinhalb war, sind wir in das Dorf umgezogen, indem ich jetzt noch immer (bzw wieder) wohne. Nach Kleinaspach. (Mehr über die Besonderheiten dieses Dorfes liest du weiter unten.)
  4. Während meinem Studium lebte und studierte ich in Heidelberg. Meine liebsten Orte dort waren die Neckarwiese und die Altstadt. Nach diesem Abstecher bin ich zusammen mit meinem Mann wieder in mein (und sein) Heimatdorf gezogen.
  5. Als Kind hat mir meine Mutter jedes Jahr in den Sommerferien die Haare geschnitten. – In eine Prinz-Eisenherz-Frisur. Sehr praktisch.
  6. Als Jugendliche hat dann meine Schwester das Haare schneiden übernommen. Von ganz lang bis ziemlich kurz war alles dabei.
  7. Als junge Erwachsene habe ich dann begonnen mir meine Haare selbst zu schneiden. Mit überraschend positiven Ergebnis.
  8. Meinen ersten Friseur-Besuch hatte ich für meine Hochzeit. Aber nicht zum Schneiden, nur zum Frisieren.
  9. Meinen ersten Friseur-Besuch zum Haare schneiden hatte ich mit über 30. Insgesamt gab es seither 4.
  10. Ich hatte als Kind einen Wellensittich, der immer die Fotos an unsrer Wohnzimmer-Wand „geküsst“ hat.
  11. Etwas später hatten wir dann einen Hund. Nach dramatischer Geschichte, die ich aus der Schule mit nach Hause gebracht habe. Meine Freundin, die auf einem Bauernhof wohnte, erzählte uns MitschülerInnen weinend, dass ihre Hündin Babys bekommen habe und ihr Papa angedroht hat, diese Welpen im Regenfass zu ertränken, wenn sie niemand haben möchte. Ganz klar, dass ich diese Geschichte zuhause weinend meinen Eltern erzählte und sie davon überzeugte, dass wir einen dieser Hunde übernehmen müssen.
  12. Lange Zeit gehörte zu meiner Traum-Vorstellung für mein Leben als Erwachsene auch ein Hund. Mittlerweile hat sich das geändert. Und jetzt leben zwei junge Kater bei uns.
  13. Ich bin nur 1,52m. Mein Jüngster hat mit 3 Jahren festgestellt „Gell Mama, es gibt Frauen, die sind größer als du.“
  14. Durch meine kleine Größe sind manche Dinge erschwert. Vor allem beim Einkaufen finde ich es oft mühsam, dass die Dinge so weit oben sind. Beim Kühlregal nutze ich deshalb manchmal die unterste Etage als „Tritt“.
  15. Andere Dinge wiederum sind sehr praktisch. In unsrem Bad mit Dachschräge habe ich eindeutig mehr Platz wie mein deutlich größerer Mann.
  16. Apropos Mann: Uns trennen tatsächlich ca. 30cm. Ich nehme das im Alltag gar nicht so war. Und wundere mich manchmal, wenn ich uns auf Fotos sehe.
  17. Als Kind habe ich unendlich viele Bücher verschlungen. Und unzählige Tagebuch-Seiten gefüllt.
  18. Passend dazu war einer meiner Berufswünsche als Kind später Schriftstellerin zu werden.
  19. Im Deutschunterricht im Gymnasium wurde mir, vor allem beim Thema Aufsätze, immer wieder rückgemeldet, dass ich nicht gut schreiben kann. Das gab diesem Berufswunsch einen großen Dämpfer.
  20. Ich bin sehr dankbar, dass ich meine Liebe zum Schreiben durch social Media und meinen Blog wiederentdeckt habe. Und irgendwann wird es auch ein Buch von mir geben.
  21. Bei unsrer Hochzeit wurde das übrigens schon vorausgesagt. Die Cousinen und Cousins meines Mannes haben eine Zukunftsvision von uns erfunden und vorgespielt. Und da wurde das Buch von mir vorgestellt, dass ich 25 Jahre nach unserer Hochzeit geschrieben habe. „Klein aber oho. Lebenstipps von Judith Oe.“ Laut dieser Zukunftsvision habe ich noch 8 Jahre Zeit mein Buch zu schreiben und zu veröffentlichen.
  22. Wir haben in unserem Haus mehrere übervolle Bücherregale. Viele dieser Bücher habe ich mehrmals gelesen. Früher waren es hauptsächlich Romane. In den letzten Jahren kam viel Fachliteratur dazu über Erziehung (bzw nicht-Erziehung), kindliche Entwicklung, Hirnentwicklung, die Funktionen unseres Nervensystems, Psychologie und vieles mehr. Ich liebe es zu lernen und in Themen tief einzusteigen.
  23. Als Schülerin hätte ich vermutlich sehr ungläubig geguckt, wenn mit jemand gesagt hätte, dass ich einmal von mir behaupte, lernen zu lieben. In der Schule sah das nämlich ganz anders aus. Und zeigt mir so deutlich, dass die schulische Art zu lernen nicht zu mir passt. (Und das geht leider sehr vielen Schulkindern so. )
  24. Spannenderweise entschied ich mich nach der Schule trotzdem für ein Lehramts-Studium. Ich betonte aber immer, dass ich „keine richtige Lehrerin“ werde, sondern eine besondere. Eine Sonderschul-Lehrerin.
  25. Mit den klassischen Lehrer-Aufgaben habe ich mir tatsächlich von Anfang an schwer getan. Ich war schon immer besser im begleiten, fördern und unterstützen wie im Unterrichten. Leider nimmt das im Schulalltag in meinen Augen einen viel zu kleinen Teil ein. Vielleicht mit ein Grund, warum ich unbewusst schon lange den Wunsch hatte, noch etwas anderes zu machen
  26. Kurz bevor ich letzten Sommer mein online-Business gegründet habe, hatte ich aber tatsächlich noch keine Idee davon, dass ich das einmal machen würde. Und mittlerweile wurde das die für mich perfekte Art zu arbeiten. Den Traum Menschen zu beraten, zu begleiten und zu fördern schlummerte dagegen schon lange in mir.
  27. In die Online-Business-Welt bin ich als erstes über Facebook eingetaucht. Gegen Instagram habe ich mich lange gewehrt. Ich hatte da keine Lust drauf und fand keinen Zugang. Bis ich es dann aus einem spontanen Impuls ausprobiert habe und es direkt lieben gelernt habe.
  28. Zusätzlich zu dem Lernen aus Büchern bin ich mittlerweile übrigens auch Fan vom Lernen in online-Kursen, online-Fortbildungen, online-Challenges und vielem mehr.
  29. Ich hatte schon früh den Wunsch im Kopf, dass ich einmal drei Kinder haben möchte. Mein Mann sagte immer, er möchte zwei haben. Also erhöhte ich meinen Wunsch auf vier, so dass wir uns in der Mitte treffen konnten.
  30. Interessanterweise fühlte ich mich nach dem dritten Kind tatsächlich „komplett“. Ein Gefühl das ich nach dem zweiten noch nicht hatte.
  31. Unsere Kinder haben alle drei biblische Namen.
  32. Die Namenswahl bei unserem Jüngsten war etwas tricky. Meine Frauenärztin hat uns nämlich versichert, dass in meinem Bauch ein Mädchen ist. Wir haben uns also fest auf eine Sara eingestellt. Und sogar schon Babybauch-Bilder für die Geburtskarte gemacht mit „Sara“ geschrieben auf dem Bauch. Eine Woche vor dem Termin erwähnte die Frauenärztin beim Ultraschall beiläufig, dass man hier sehen kann, dass die Hoden gut ausgebildet sind. Ich habe sie ziemlich verwirrt angeschaut. Und sie hat sich 1000x entschuldigt, dass ihr so etwas noch nie passiert sei. Ich habe meinen Mann dann angerufen und gesagt, dass ich den Namen Sara doch nicht gut finde… Auf der Geburtskarte haben wir dann den Namen auf meinem Bauch übrigens einfach durchgestrichen und den richtigen dazu geschrieben.
  33. Unser Jüngster hat noch für mehr Aufregung gesorgt, bevor er überhaupt auf der Welt war. Er hat sich bis kurz vor der Geburt hin und her gedreht und wollte sich auf keine Position festlegen. Deshalb sind wir mit ihm in die Filderklinik, die spezialisiert sind auf etwas besondere Geburten. Dort kam er dann mit dem Fuß zuerst auf die Welt.
  34. In meinen letzten zwei Gymnasial-Jahren hätte ich gerne Kunst-LK gemacht. Das gab es an meiner Schule aber nicht. Also habe ich Deutsch- und Bio-LK gewählt. War aber in beidem nur Mittelmaß.
  35. Dafür habe ich dann beim Lehramts-Studium Kunst als Fach gewählt. Und auch wieder Deutsch.
  36. Um Kunst als Fach wählen zu dürfen, musste man eine Eignungsprüfung machen und eine Mappe abgeben. Um gute Bilder für die Mappe zu bekommen war ich ein halbes Jahr an einer Kunstschule.
  37. Ich habe 4 Instrumente spielen gelernt. Blockflöte, Querflöte, Gitarre und Klavier. Zwei davon von meinem Vater, der die Musik zu seinem Beruf gemacht hat.
  38. Viele Jahre dachte ich, dass irgendwas mit mir falsch ist, weil ich so viele unterschiedliche Interessen und Begabungen habe.  Und weil ich so vieles anfange, nicht alles weitermache, mich nicht festlegen kann, nichts habe indem ich besonders gut, aber vieles indem ich gut bin.
  39. Heute weiß ich, dass das nicht nur mir so geht. Und dass man hier von vielbehabten Scanner-Persönlichkeiten spricht.
  40. Ich wohne im selben Dorf wie die Schlagersängerin Andrea Berg. Wenn ich im Sommer das Schlafzimmer-Fenster offen habe, kann ich manchmal kostenlos ihren kleinen Konzerte lauschen. Wäre vermutlich toll, wenn ich Fan  wäre.
  41. Ich habe sogar in der selben Kirche geheiratet wie sie. (Bzw sie in der selben wie ich. Ich war nämlich früher dran.)
  42. Ich kann nicht gut nach Rezept kochen. Meistens ändere ich spontan und intuitiv etwas ab. Oder koche gleich frei schnauze. Deshalb fordert es mich immer ein wenig heraus, wenn mich jemand nach dem Rezept fragt.
  43. Eins meiner Lieblingsessen sind Kohlrabi-Spaghetti mit Bolognese. (Kohlrabi-Spaghetti sind spirallisierte Kohlrabi, also Kohlrabi in Spaghetti-Form, kurz in Olivenöl gebraten.) Am Liebsten mit einer großen Hand voll Rucola dazu.
  44. Mein liebstes Frühstück in der kalten Jahreszeit ist ein warmes Porridge mit Mango und Granatapfel.
  45. Ich habe noch nie verstanden, warum sich die Welt scheinbar in Kaffee- und Tee-Trinker aufteilt. Ich liebe beides.
  46. Ich liebe das Meer. Ich liebe seine Weite. Ich liebe es am Strand zu sitzen und aufs Wasser zu schauen. Ich liebe es im nassen Sand zu laufen. Ich liebe es, wenn die Wellen meine Füße umspülen. Schwimmen im Meer mag ich dagegen gar nicht.
  47. Ich liebe aber auch die Berge. Und ich liebe Wiesen, Wälder, Felder, Weinberge, … In der Natur geht es mir gut und ich staune immer wieder über ihre Schönheit.
  48. Ich liebe den Wechsel der Jahreszeiten. Es berührt mich immer wieder, wie die Natur sich im Herbst zurück zieht, um dann im Frühling mit neuer Kraft aufzubrechen.
  49. Ich kann nicht einfach so über ein Thema (oder über mich) nachdenken. Am Besten kann ich das sprechend im Austausch mit anderen oder Schreibend. Deshalb ist Bloggen auch so wertvoll für mich, weil ich nach jedem Blogartikel mehr weiß. Über ein Thema, oder auch über mich.
  50. Wenn ich kein Gegenüber habe oder gerade nicht schreiben kann (zB beim Spazieren gehen) führe ich auch Selbstgespräche, um über etwas nachzudenken. Ich wurde schon manchmal etwas seltsam angeschaut deswegen.
  51. Mich wundert es immer wieder, wenn ich lese, wie selten am Tag Erwachsene scheinbar lachen. Ich drücke den Schnitt da eindeutig nach oben. Ich lache gern und viel. Auch wenn ich mit mir alleine bin und an etwas Lustiges denke, oder etwas Lustiges lese.
  52. Mir wurde schon öfters nach einer Veranstaltung oder einem Gottesdienst beim Begrüßen gesagt „Ich wusste schon, dass du da bist. Ich habe dich lachen gehört.“ Lange Zeit war mir das unangenehm und peinlich. Mittlerweile finde ich es wunderbar.
  53. Als ich anfing diesen Artikel zu schreiben, dachte ich, mir wird da sicherlich kaum etwas einfallen. Während des Schreibens kam aber immer mehr. Und es hat mal wieder großen Spaß gemacht, schreibend über mich nachzudenken.

Diese Fun Facts sind im Rahmen der Blog-Challenge der wunderbaren Judith Peters entstanden. In der ich gemeinsam mit vielen anderen BloggerInnen innerhalb einer Woche eine große Ideen-Liste für Blogartikel gesammelt, 8 Blogartikel angelegt und einen Blogartikel veröffentlicht habe.

Und jetzt bin ich neigierig: Gibt es einen FunFact von mir, indem du dich wiedergefunden hast? Gibt es einen, der dich überrascht hat? Und gibt es einen, den du schon vorher gewusst hast? Ich freue mich über dein Kommentar!

Herzliche Grüße, Judith

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