
In diesem Blogartikel nehme ich dich mit hinein in die Gedanken und Themen meines Julis.
Gedanken zum Zurückblicken, zum Ankern, zur Verbindung und was diese Worte mit diesem Monat und meinem Leben zu tun haben. Viel Freude beim Lesen.
Zurückblicken
Wenn du öfters hier in meinem Blog mitliest, weißt du schon, dass ich großer Fan davon bin zurückzublicken. Auf meinen Monat, auf mein Jahr, oder auch auf andere Zeitabschnitte. Zurückzublicken kann uns helfen bewusster zu leben, uns an Dinge zu erinnern, zu reflektieren und wahrzunehmen was ist.
Immer wieder blicke ich auch mit einer bestimmten Fragestellung oder Thema zurück. Ich sehe dann, wie ich mich entwickelt habe, wie ich heilen durfte, wie ich Gott näher und tiefer kennengelernt habe, wie ich Ängste und Lügen loslassen konnte, wie viel sich entwickelt hat und was ich alles erleben durfte. In den letzten 15 Jahren hat sich bei mir da so viel verändert und wenn ich mir nicht immer wieder Zeit nehmen würde um innezuhalten und zurückzublicken, würde ich viel der Veränderung gar nicht wirklich wahrnehmen, oder schnell wieder vergessen. Durch das Zurückblicken und bewusste erinnern kann ich diese Veränderung dankbar und manchmal staunend wahrnehmen.
Manchmal haben wir das Gefühl, auf der Stelle zu treten, oder uns im Kreis zu drehen. Wir haben das Gefühl es ändert sich nichts und wir kommen nicht voran. Aber wenn wir zurückschauen, können wir immer wieder erkennen, dass das nicht stimmt.
Genauso ging es einige der Frauen aus unserem Mitgliederbereich „dein Zuhause“ diesen Monat. Wir haben im Juli zurückgeschaut auf unsere letzten Monate, in denen wir uns intensiv mit verschiedenen Aspekten von Körper-Seele-Geist beschäftigt haben. Wir haben zurück geschaut auf das, was uns (neu) bewusst wurde, was wir gelernt haben, was uns klar wurde, was sich verändert hat und wie Gott uns begegnet ist. Und es war so kostbar zu hören, dass sie wahrnehmen konnten, was sich alles verändert hat. Zum Beispiel eine Frau, die gnädiger auf sich schauen und freundlicher mit sich umgehen kann. Oder eine andere, die eine tiefere Verbindung zu Jesus hat und immer mehr versteht, was es beutetet, dass er in ihr lebt. Oder eine, die bewusster mit ihren Gedanken umgehen kann. All das ist kostbar und wunderbar und fällt uns oft erst dann auf, wenn wir uns Zeit nehmen zum innehalten und bewussten zurückblicken.
Vielleicht möchtest du dir ja auch einen Moment nehmen und zurückblicken auf deine letzten Wochen oder Monate oder Jahre. Hat sich etwas bei dir verändert? Gab es einen Bereich, in dem du heilen durftest? Oder wachsen? Oder hast du etwas mit Gott erleben dürfen?
Ankern
Anfang Juli verbrachte ich ein Wochenende auf der Nordalb, um gemeinsam mir drei anderen Frauen das Seminar „Kaffee mit Gott“ für die Zeltstadt vorzubereiten. Die Zeltstadt ist eine Camping-Freizeit in den Sommerferien und ich bin schon seit ein paar Jahren als Mitarbeiterin bei diesem Seminar für Frauen dabei.
In diesem Jahr beschäftigen wir uns in unserem Seminar mit der Frage, wie wir in Gott ankern können und wir sind an diesem Wochenende erstmal für uns selbst eingetaucht in diese Frage. Was bedeutet das für uns? Wie leben wir das ganz praktisch in unserem Leben? Und was davon wollen wir den Frauen weitergeben?
Für mich bedeutet Ankern in Gott, dass ich weiß, dass er immer da ist. Ich kann mitten im Alltag innehalten, atmen und mir bewusst machen – er ist da. Und ich weiß, dass ich mit allem was mich überfordert, mit allem was mich unruhig macht, mit allem was mir zu schwer ist, zu ihm kommen kann. Bei ihm finde ich Ruhe, bei ihm finde ich Halt. Das ist übrigens auch etwas, was vor 15 Jahren noch anderes war und was ich beim Innehalten und bewussten Zurückblicken dankbar erkennen darf.
Verbindung
Eine weitere Situation, bei der mir bewusst werden darf, wie viel sich in meinem Leben in der letzten Jahren verändert hat, ist wenn ich ein Interview für einen online-Kongress geben darf. Mitte Juli hatte ich ein Interview mit Mara für das WageMUTich-Kongress. Und ich durfte darüber sprechen, wie wichtig Verbindung für unser Leben ist, warum es so oft passiert, dass wir diese Verbindung verlieren, was unsere Prägung und unsere Verletzungen damit zu tun haben können und welche Schritte uns helfen können, die Verbindung zu uns wieder zu finden. Wir haben über Erschöpfung gesprochen und über Wut, über alten Schmerz und Heilung und über meinen Glauben an einen liebenden Gott.
Und wenn ich über diese Herzensthemen rede, wird mir so sehr bewusst, welchen Weg ich in den letzten 15 Jahren gegangen bin. Es gab Zeiten in meinem Leben, da bin ich vor der Wut und dem Schmerz in mir jeden Tag erschrocken. Es gab Zeiten in meinem Leben, da hatte ich die Verbindung zu mir fast verloren. Es gab Zeiten in meinem Leben, da wusste ich nicht mehr, ob ich an Gott glauben kann, oder daran, dass er es tatsächlich gut mit mir meint und für mich da ist. und heute darf ich Frauen in genau diesen Themen und Prozessen begleiten. das ist für mich das größte Wunder in meinem Leben.
Wenn du möchtest, kannst du dich schon jetzt für den Kongress anmelden. Stattfinden wird er voraussichtlich Ende September.
Ausblick auf August
- Ich habe es schon erwähnt: Im August ist für uns als Familie immer „Zeltstadt-Zeit“. Schon seid über 10 Jahren fahren wir in den Sommerferien mit unserem Wohnwagen auf die schwäbische Nordalb, um dort mit vielen anderen Menschen in Camping-Dörfern Gemeinschaft zu leben, auf Gott zu schauen und einzutauchen in eine für mich unbeschreibliche Atmosphäre. Wir genießen diese Zeit alle fünf immer sehr und freuen uns jedes Jahr aufs Neue darauf.
- Im online-Mitgliederbereich „dein Zuhause“ heißt unser August-Thema “Eintreten in die Ruhe Gottes.” Wir wollen ganz praktisch miteinander entdecken, wie Gottes Ruhe aussehen kann, wie sie sich anfühlt und wie wir in sie hineintreten können. Du bist herzlich eingeladen mit dazu zu kommen. (Das ist auch mitten im Monat möglich. Du kannst dich hier ganz unverbindlich informieren.)
Ich wünsche dir einen August. Und freue mich, wenn du irgendwann wieder bei mir vorbeischaust. Hier auf meinem Blog, oder vielleicht auf Instagram.
Herzliche Grüße, Judith


