
Am Ende jeden Monats nehme ich mir Zeit zurückzublicken. Was war in den letzen Wochen? Wo habe ich Fülle und Segen erlebt? Was war schwer, was hat mich herausgefordert? Was für Themen haben mich beschäftigt? Das Zurückblicken, mich erinnern und reflektieren hilft mir immer wieder mein Leben bewusster wahrzunehmen und zu leben.
Einen Teil meines Zurückblickens teile ich hier in meinem Block. Diesen Monat mit Urlaubserinnerungen, Gedanken über Gedanken und über das Empfangen und Weitergeben. Ich wünsche dir eine gute Lese-Zeit.
Die zweite Urlaubshälfte
Meinen letzten Monatsrückblick habe ich mitten aus dem Pfingsturlaub geschrieben, der in diesem Monat im doppelten Sinne zweigeteilt war. Der erste Teil fand in der letzten Mai-Woche statt und wir verbrachten ihn als Familie auf einem Hausboot in der venezianischen Lagune. Der zweite Teil fand in der ersten Juni-Woche statt und wir waren auf einem Campingplatz in Italien am Meer.
Ich blicke sehr dankbar auf diesen Urlaub zurück. Ich weiß, dass es nicht selbstverständlich und ein großes Privileg ist, sich als fünfköpfige Familie einen solchen Urlaub leisten zu können. Und ich weiß, dass es nicht selbstverständlich ist, gesundheitlich in der Lage zu sein, in einem Urlaub Ausflüge zu unternehmen und aktiv zu sein.
Ich erinnere mich noch so gut an unseren Urlaub vor zwei Jahren. Damals war ich eigentlich viel zu krank und zu schwach für einen Urlaub. Aber meiner Familie zuliebe nahm ich es trotzdem auf mich. Schon die Fahrt in den Urlaub belastete meinen Körper so, dass ich die ersten Tage die meiste Zeit im Bett verbringen musste. Ich war in diesem Urlaub auf einen Rollstuhl angewiesen und auf meine Familie, die mich schob. Ich war unendlich schwach, hatte viele Schmerzen und wenig Hoffnung, dass sich mein Zustand jemals wieder verbessern würde.
Und jetzt war so viel einfach möglich. Wir gingen miteinander einkaufen, ich kochte für meine Familie, wir gingen in ein Restaurant und ich konnte einfach am Tisch sitzen und das Essen genießen. Wir fuhren mit einem öffentlichen Boot nach Venedig, gingen da durch die engen Gassen und über den Marktplatz, ließen uns mit einer Gondel durch die Kanäle fahren und standen in der Schlange, um uns ein Eis zu kaufen. Ich ging am Strand spazieren, sammelte mit meinen Kindern Muscheln, schwamm im Pool und ging zurück zu unserem Mobilhome, um vergessene Dinge zu holen. All das wäre vor ein paar Jahren noch selbstverständlich für mich gewesen. Und jetzt nehme ich es voller Dankbarkeit wahr.
Und wenn du möchtest, lade ich dich ein, in den nächsten Tagen bewusst durch deinen Alltag zu gehen und wahrzunehmen, was du seither vielleicht als selbstverständlich angesehen hast, obwohl es das eigentlich gar nicht ist. Ich mache das immer wieder und es hilft mir ein dankbares Herz zu haben. Für fließendes, sauberes Wasser, für ein Haus in dem ich leben darf, für ein Bett für jede Nacht, für Essen an jedem Tag, für meine Familie und für so Vieles mehr.
Ein bewusster Umgang mit meinen Gedanken.
Mit meinem letzten Abschnitt sind wir eigentlich schon mitten drin in meinem nächsten Punkt für diesen Monatsrückblick – in unseren Gedanken. Wie und was wir denken – über uns, über unser Leben, über anderer Menschen, über Gott, über das Gestern, das Heute und das Morgen – das beeinflusst uns mehr, als uns oft bewusst ist.
Noch vor ein paar Jahren hatte ich das Gefühl, dass ich meinen Gedanken machtlos ausgeliefert bin, dass sie einfach so sind, wie sie sind. Sie haben sich so oft verselbstständigt und mich in negative Gedankenspiralen gezogen, aus denen ich nur sehr schwer wieder herauskam. Kennst du sowas auch?
Im Mitgliederbereich „dein Zuhause„, den ich zusammen mit Cathrin Hoch leite, waren die Gedanken im Juni unser Monatsthema, verbunden mit der Frage, wie wir bewusst mit ihnen umgehen können, wir wir Lügen in unseren Gedanken erkennen können, was für Gedanken Gott eigentlich über uns hat und ob diese mit unseren eigenen Gedanken übereinstimmen.
Wie immer habe ich mich auch selbst mit unserem Thema und den Fragen und Übungen des Monats beschäftigt. Und es war für mich so gut wahrzunehmen, wie viel sich bei mir in diesem Bereich in den letzten Jahren verändert und entwickelt hat. Ich erlebe mich nicht mehr als ausgeliefert, wenn negative Gedanken, Sorgengedanken oder Lügengedanken kommen. Ich weiß, wie ich mit ihnen umgehen kann, wie ich sie bewusst wahrnehmen, hinterfragen und überprüfen kann. Ich weiß, wie ich meine Sorgen und die Lügen die ich glaube zu meinem Gott bringen und ihm erlauben kann, meine Gedanken zu verändern und mir seine Gedanken zu schenken. Und ich weiß, dass mein Gott Gedanken des Friedens über mich hat. (Das können wir in der Bibel in Jeremia 29,11 nachlesen.)
Und ich möchte dir mit meiner Geschichte Mut machen. Veränderung und Heilung im Bereich unserer Gedanken ist möglich. Ich staune wirklich immer wieder, wenn ich auf die letzten 10 Jahr zurückblicke, wie anders ich mittlerweile denke und wie anders ich mit meinen Gedanken umgehe.
Falls du dir dabei Begleitung wünschst und eine Gruppe von Frauen, in der du ehrlich und echt sein darfst und die alle mit dir auf dem gleichen Weg unterwegs sind, dann lade ich dich herzlich ein, ein Teil unseres virtuellen Zuhause zu werden. Hier findest du alle Infos dazu:
Empfangen und Weitergeben.
Ein weiteres Thema, was mich in diesem Monat beschäftigt hat, ist das Empfangen und Weitergeben. Ich bin davon überzeugt, dass wir um emotional gesund zu leben beides brauchen. Manchmal darf und kann der Schwerpunkt mehr auf dem Empfangen, manchmal mehr auf dem Weitergeben liegen, aber wir brauchen beides. Und manchmal kann das Empfangen schwieriger für uns sein und manchmal das Weitergeben. Oft liegt das an unserer Prägung, an dem was wir erlebt haben, aber auch an unserem Charakter oder daran, wie introvertiert oder extrovertiert wir sind. Aber ganz egal, was wir erlebt haben, was für ein Mensch wir sind und was für ein Leben wir leben, wir brauchen beides – das Empfangen und das Weitergeben.
Vielleicht möchtest du dir einen Moment Zeit nehmen um zu überlegen, wie das bei dir ist. Was nimmt mehr Raum in deinem Leben ein? Was kommt vielleicht zu kurz? Was fällt dir leichter, was schwerer und woran könnte das liegen? Was ist es, was du empfängst? Ist es das, was dir gut tut und das, was du wirklich brauchst? und was gibst du weiter? Segen oder Schweres? Und wenn du dir Zeit nimmst dir diese Fragen zu stellen und zu reflektieren, dann erinnere ich dich daran, das mit einem Interessierten und freundlichen Blick auf dich selbst zu machen. Auch -oder gerade wenn- dir vielleicht Punkte auffallen, die du dir anderes wünschen würdest.
Ein Punkt, bei dem mir das Empfangen und Weitergeben nochmal neu wichtig wurde -und mich auch herausforderte!- war bei der Heilung, die ich vor zwei Jahren erleben durfte. Es war ein echtes Wunder, das ich während der Zeltstadt (einer christlichen Camping-Freizeit) erleben durfte. Ein Gedanke, der direkt bei mir da war war, dass ich das nicht nur für mich erlebt hatte, sondern dass das etwas ist, dass ich teilen und weitergeben darf und soll. und gleichzeitig forderte mich der Gedanke heraus, anderen -vielleicht sogar öffentlich- zu erzählen, was Gott an mir und für mich getan hat.
Am letzten Tag der Zeltstadt gibt es immer die Möglichkeit auf der großen Bühne all den vielen vielen Menschen zu erzählen, was man in den letzten Tagen mit Gott erleben durfte. Für mich war immer klar, dass ich das auf keinen Fall jemals machen werde und will. Nach meiner Heilung nahm ich aber Gottes leise Stimme in meinem Herzen wahr, die mich aufforderte genau das zu tun. Also stand ich dann am nächsten Tag auf dieser großen Bühne, um weiterzugeben und zu teilen, was ich empfangen habe. Und schon während dessen war mir klar, dass das nicht das letzte Mal sein wird, dass ich andere mit hinein nehme in das, was ich erleben durfte, um etwas davon weiterzugeben.
Seitdem war ich jetzt immer mal wieder wo eingeladen, um weiterzuerzählen, wie Gott mich durch das tiefe Tal der schweren Krankheit getragen hat, wie er mir genau dort in einer Tiefe begegnet ist, wie ich es davor noch nie erleben durfte und wie er mich von dort herausgezogen und geheilt hat. Auf Online-Kongressen, bei Alphakursen, in Gottesdiensten und Kindergruppen und einer Teenie-Freizeit.
Und jetzt in diesem Monat war ich in einem Frauenkreis eingeladen. Und es war wieder so schön für mich zu erleben, was meine Geschichte in anderen Menschen berühren und bewegen darf. Und auch für mich selbst ist es immer wieder so wertvoll darauf zurück zu schauen und mich zu erinnern.
Ausblick auf Juli
- Im Juli schauen wir in „dein Zuhause“ noch einmal tiefer auf das Thema Körper-Seele-Geist. Es ist so kostbar, mit den Frauen unterwegs zu sein und ein großes Privileg sie in einer tiefere Verbundenheit mich sich selbst und mit unserem Gott zu begleiten. Und wir freuen uns auch über jede neue Frau, die noch zu uns dazu kommen möchte.
- Der Himmelsraum im Juli findet am 10.Juli um 9Uhr statt. Der Himmelsraum ist ein Teil des Mitgliederbereichs, kann aber auch als einzelne Veranstaltung gebucht werden. Es ist ein Raum für eine echte und ehrliche Begegnung mit dir selbst, mit Gott und mit anderen Frauen. Herzliche Einladung!
- Und auch im Juli werde ich wieder verschiedene Gebetszeiten im Gebetshaus digital Hope leiten. Geplant sind im Moment das Morgengebet am 6.7. um 9Uhr, das Abendgebet am 8.7. um 20Uhr und das Morgengebet am 21.7. um 9Uhr. Das Gebetshaus wird komplett über Spenden finanziert, du darfst also einfach so mal vorbeischauen. Und aktuell suchen wir noch weitere Spender, die unsere Arbeit unterstützen, falls dich das anspricht und du etwas geben möchtest freuen wir uns sehr. Sowohl die Infos zu den Gebetszeiten, als auch die Infos zum Spenden findest du hier.
Ich freue mich, wenn wir uns bei einem der Angebote oder bei Instagram in meiner Story sehen 🙂
Herzliche Grüße, Judith

