mein Mai 2026

Ich liebe es am Ende des Monats zurück zu blicken auf das was war. Was gab es für Themen und Gedanken in diesem Monat? Was gab es in meiner Arbeit, was in meiner Familie und was bei mir persönlich? Und in einen Teil dieses Rückblicks nehme ich euch hier in meinem Blog immer mit hinein.

In diesem Monat mit Gedanken über unseren menschlichen Geist, meiner Mitarbeit bei den Tageszeiten-Gebete in einem digitalen Gebetshaus und Eindrücke aus unserem Familienurlaub. Viel Freude beim Lesen.

Wie stärkt man den menschlichen Geist?

Im Mitgliederbereich „dein Zuhause„, den ich gemeinsam mit meiner Freundin Cathrin leite, beschäftigen wir uns seit Februar mit dem großen Thema „Körper-Seele-Geist“. Und im Mai lag unser Schwerpunkt auf dem menschlichen Geist.

Nach dem biblisch-christlichen Verständnis beinhaltet der Geist des Menschen seine Identität und ist geschaffen für die enge Verbundenheit und Kommunikation mit Gott. Wenn ich einen starken, heilen Geist habe, weiß ich, wer ich in Gottes Augen bin, kenne seine Wahrheiten für mich und mein leben und lasse mich von ihm leiten.

Schon Anfang des Jahres wurde mir während einer vertiefenden Weiterbildung im Rahmen der prophetischen Gebetsseelsorge ein Satz für mich wichtig, dessen Aussage mich seitdem begleitet: „Stärke deinen Geist, Judith.“ Und ich finde es wunderbar, dass ich das in diesem Monat gemeinsam mit den Frauen vertiefen und sie mit hinein nehmen konnte.

Wie können wir unseren Geist stärken? Zuerst vor allem dadurch, dass wir Zeit mit unserem Gott verbringen. Mit Beten, Bibellesen, Lobpreis und still-werden vor ihm. Wenn wir ihn besser kennenlernen und unsere Beziehung zu ihm vertiefen. Aber auch durch Gemeinschaft mit anderen Menschen, durch Kreativität, durch Zeit in der Natur, durch Entspannung, durch Lachen und Spaß.

Eines meiner persönlichen Ziele ist, mich immer mehr von meinem Geist (und damit von Gott) leiten zu lassen und aus meiner Identität, die ich durch Jesus habe zu leben. Unabhängig von meinen Umständen und unabhängig von Gefühlen und Gedanken, die mich belasten, oder verwirren, oder bedrücken. Und es ist so kostbar rückblickend zu erkennen, wie viel sich da in den letzten Jahren in mir schon verändert hat.

Tageszeiten-Gebete

Anfang des Jahres, kam zu meinen vielfältigen Online-Aufgaben eine kleine weitere dazu. Etwa zweimal in der Woche leite ich ein digitales Tageszeiten-Gebet.

Vor zweieinhalb Jahren (in der Zeit, in der ich noch schwer krank war), lernte ich Tageszeiten-Gebete durch Dorothea kennen. Wobei, eigentlich kannte ich eine Art dieser Gebetsform schon aus meiner Jugendzeit, in der ich regelmäßig in Taizé war, einem Kloster mit Jugend-Treffen in Frankreich. Wie in einem Kloster üblich, trifft man sich dort zum Morgen-, Mittag- und Abendgebet. Dorothea hat zwar kein Kloster, aber die wunderbare Vision für ein digitales Gebetshaus, das im Moment im Entstehen ist.

Ende 2023 gab es von Dorothea ein kleiner Angebot, online ihre Form der Tageszeiten-Gebete kennenzulernen. Für mich war dieses Angebot ein großes Geschenk. Ich war zu diesem Zeitpunkt in einem ME/CFS-Crash, war sehr schwach und lag den ganzen Tag im Bett. Und all die wunderbaren Dinge, die ich oben aufgezählt habe, mit denen wir unseren Geist stärken können, schienen unmöglich für mich zu sein. Und dann kamen durch Dorothea drei ruhige, geführte Gebetszeiten durch mein Handy in mein Schlafzimmer. Wiederkehrende Worte, die ich mitsprechen konnte, Stille, die ich füllen konnte, in der ich aber auch still sein konnte, ein Segen, dem ich zuhören und den ich mitnehmen konnte.

Mittlerweile ist dieses Angebot gewachsen und findet unter dem Dach der Allianz-Mission im von Dorothea gegründeten Gebetshaus-digital-Hope statt. Ein Online-Treffpunkt, für erschöpfte und (chronisch) kranke Frauen, an dem sie durchatmen, auftanken und Gott begegnen können.

Ich bin unendlich dankbar für das Gnadengeschenk, dass ich heute nicht mehr so schwer krank bin, wie bei Dorotheas Start und freue mich, dass ich das, was ich damals geschenkt bekommen habe, jetzt weitergeben darf, wenn ich ein Tageszeiten-Gebet anleite. In der Regel übernehme ich zweimal im Monat Dienstags das Morgengebet. Im Mai habe ich zusätzlich noch ein Mittagsgebet und ein Abendgebet übernommen. Wenn du Lust hast, schau gerne auch mal vorbei.

Urlaubs-Zeit, Familien-Zeit

Während ich diesen Monats-Rückblick schreibe, sitze ich nicht zu Hause, sondern vor einem Mobilhome auf einem Campingplatz in Italien. Bei uns in Baden-Württemberg sind gerade zwei Wochen Pfingstferien und schon seit Jahren verbringen wir zu dieser Zeit unseren Familien-Urlaub.

Die Mai-Tage unseres Urlaubs verbrachten wir aber nicht auf dem Campingplatz, sondern in der venezianischen Lagune auf einem Hausboot. In unserem Familienurlaub im letzten Jahr hatten unsere Kinder Hausboote beobachtet und der große Wunsch nach einem Boots-Urlaub kam auf.

Mein Mann und ich sind vor Jahren -als wir noch keine Kinder hatten- schon einmal mit einem Hausbott durch die venezianische Lagune gefahren und hatten das in sehr guter Erinnerung. Gleichzeitig hatte ich ehrlich gesagt etwas Respekt davor, das jetzt mit den Kindern zu machen. Wir bringen als Familie ein paar Besonderheiten mit: ADHS und Hochsensibilität, sehr unterschiedliche Bedürfnisse nach Ruhe, Bewegung und Gemeinschaft, Schlaganfall-Folgen und Nachwirkungen meiner schweren und langen Krankheit.

Aber wir haben es trotzdem gemacht – in dem Bewusstsein, dass es herausfordern werden könnte und es nötig sein wird, dass wir gut zusammenhalten und aufeinander Rücksicht nehmen.

Und dann war es eine so wunderbare Zeit. Wir hatten herrliches Wetter, bestaunten die schöne Natur, erkundeten Inseln in der Lagune und wurden bei jedem Mal Anlegen und Ablegen ein besseres Team.

Die Kinder und ich standen mit Seilen in der Hand bereit am Rand des Boots, um sie entweder um die Posten zum Anlegen zu schlingen, oder sie wieder zurückzuziehen. Wir lernten, wie man die Seile am Besten über die Pfosten wirft und mit Achten am Boot festmacht. Wir sprangen vom Boot ans Ufer, um es an den Seilen in die richtige Richtung zu ziehen. Und mein Mann steuerte das Boot rückwärts und vorwärts und seitwärts, um das Boot richtig anzulegen, oder wieder losfahren zu können.

Ich bin sehr dankbar, dass wir das Abenteuer gewagt haben und bin stolz auf unsere kleine Familien-Crew.

im Mai gebloggt

In diesem Monat gab es zwei neue Blogartikel von mir.

  • Was gibt mir Halt im Leben? – Dieser Blogartikel ist auf Wunsch entstanden, nachdem ich meinem 12von12 im April erzählt habe, dass ich an diesem Tag über dieses Thema gepredigt hatte. Es geht darin vor allem um die Frage, wann uns Verbindung Halt geben kann und ganz praktisch um die Frage, wie wir die Verbindung zu Gott so erleben und vertiefen können, dass sie uns hält, egal was kommt.
  • 12von12 im Mai – In diesem Blogartikel nehme ich dich mit 12 Bildern mit hinein in meinen Tag und zeige dir am Beispiel dieses Tages, wie ich für meinen Körper sorge, meine Seele nähre und meinen Geist stärke. Und du bekommst auch einen Einblick in das oben angesprochene Gebetshaus-digital-Hope und in zwei Gebetszeiten, die ich an diesem Tag geleitet habe.

Ausblick auf Juni

  • In „dein Zuhause“ machen wir im Juni weiter mit unserer Themen-Reihe zu „Körper-Seele-Geist“. Unser Schwerpunkt in diesem Monat wird ein Teil unserer Seele sein – unsere Gedanken. Und wir schauen darauf, wie wir einen bewussten Umgang mit unseren Gedanken übern können und wie uns Gott dabei helfen kann und will. Auch wenn wir mittendrin sind in einer Themenreihe, kannst du genau jetzt dazu kommen, falls dich das Thema anspricht und interessiert. Wenn du Fragen dazu hast, melde dich sehr gerne bei mir.
  • Auch im Himmelsraum am 23. Juni wird es um unsere Gedanken gehen. Wir nehmen uns Zeit, uns anzuschauen, was für Gedanken in uns sind, die uns nicht gut tun. Und wir nehmen uns Zeit Jesus zu begegnen und ihn zu fragen, was er für Gedanken für uns hat. Herzliche Einladung!
  • Und für mich beginnt der Juni mit dem zweiten Teil unseres Urlaubs in Italien. Der Campingplatz nach dem Hausboot 🙂

Wie schön, dass du dich mit hast hinein nehmen lassen in meinen Mai.

Herzliche Grüße und bis bald, Judith

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