Geburtstage, Krankenlager und Start meines ersten Online-Kurses.

Mit diesen 3 Schlagworten lässt sich mein September 2021 wohl am Besten zusammen fassen. Vieles lief ganz und gar nicht so, wie ich mir das vorgestellt und gewünscht habe. Und dennoch war es ein wertvoller Monat, indem ich viel lernen und erfahren durfte. Mit Momenten, die ich nicht missen möchte.

Wenn du magst, nehme ich dich mit hinein in meinen September 2021.

Geburtstage

Der September bietet bei uns immer viel Grund zu feiern.

Den Start macht mein Patenkind und Neffe. Dessen Geburtstag mich immer an die Geburt meiner Tochter erinnern wird. Vor sieben Jahren war die an seinem Geburtstag nämlich noch in meinem Bauch. Und der kleine Mann schaute mich an seinem dritten Geburtstag mit großen Augen an und fragte mich, wann das Baby denn jetzt endlich raus kommt. An diesem Geburtstag wusste ich kaum, wie ich sitzen oder stehen sollte, weil ich ständig ein heftiges Ziehen im Rücken spürte. Ein paar Stunden später war mir dann klar, dass diese Rückenschmerzen den ganzen Tag über schon Wehen waren. Und wir machten uns nachts auf den Weg ins Krankenhaus, um am Mittag mit unserer kleinen Tochter, unserem zweiten Kind wieder nach Hause zu gehen.

Der zweite September-Geburtstag feiert also meine Tochter. In diesem Jahr fiel er auf den dritten Schultag. Und so machte sie sich, nach einem Geburtstagsfrühstück mit Brezeln, Kuchen und Geschenken, mit einer großen Kühltasche voll Schleck-Eis für ihre Klassenkameraden, auf den Weg in die Schule.

Am Wochenende feierten wir dann bei strahlendem Sonnenschein und mit strahlendem Geburtstagskind mit der ganzen Familie in unserem Garten.

Den Abschluss macht mein Mann, am letzten Tag im September. Dieses Jahr feire ich zum 23. Mal seinen Geburtstag gemeinsam mit ihm. 16 davon als seine Ehefrau. Manchmal kann ich es selbst kaum glauben. 

Krankenlager

Zwischen -und teilweise auch während- der Geburtstage war hier im September ein langes Krankenlager. 

Als erstes kamen die Unfälle. Gestartet habe ich. Mit einer Gehirnerschütterung. Weil ich im dunklen Flur in Gedanken versunken gegen eine Türkannte gestoßen bin. Das war donnerstags, ein Tag nach dem Geburtstag meiner Tochter. Sonntags waren die Gäste eingeladen. Und ich war voller Hoffnung, dass ich bis zu diesem Tag wieder auf den Beinen bin. Sonntag morgens stand ich dann unter der Dusche und bemerkte erleichtert, dass ich mich gut genug fühlte. Dann -ein Knall, ein lautes Weinen. Und kurz darauf fuhr ich mit meinem Jüngsten, mit Platzwunde an der Lippe in die Notaufnahme. (Nachmittags konnten wir dann aber trotzdem noch Geburtstag gefeiert.)

Zwei Tage später lagen mein Jüngster und ich mit einer dicken Erkältung im Bett. Ein paar Tage später brachte mein Ältester einen Magen-Darm-Infekt aus der Schule nach Hause, der fröhlich seine Runde durch die ganze Familie drehte. Die Erkältungssymptome kamen auch zu jedem, mal mehr, mal weniger stark. Und bei meinem Jüngsten kam noch eine Mittelohrentzündung dazu.

Heute -am letzten Tag des Monats- gingen als Geburtstagsgeschenk für meinen Mann morgens tatsächlich drei gesunde Kinder aus dem Haus. Und ich werde morgen – nach zwei Wochen zuhause- endlich wieder in die Schule gehen und unterrichten.

Die letzten zwei Wochen waren sehr anstrengend. Und dennoch bin ich dankbar für sie. Warum? Weil sie mir mal wieder gezeigt haben, was sich in mir und dadurch bei uns verändert hat. 

Ich konnte auf mich achten, für mich sorgen. Indem ich mich habe krank schreiben lassen. Indem meine Kinder mehr Videos anschauen durften wie sonst. Indem ich wenig Erwartungen hatte – an mich und meine Kinder. Indem ich die Situation angenommen habe, wie sie war. 

Auch mein Mann konnte die Situation so viel besser annehmen, als so oft in den letzten Jahren. Und auch er ließ sich krank schreiben. Und so konnten wir abwechselnd das Sofa und die Kinder hüten. 😉

Und meine Kinder haben so wundervoll mitgemacht. Vor allem mein Ältester hat mitgeholfen, wo er nur konnte. Beim Tischdecken. Beim ins Bett bringen des kleinen Bruders. Beim Vorlesen und Spielen. 

Dadurch ging es uns gut, obwohl es uns nicht gut ging. Und das war eine wunderbare Erfahrung.

Trotzdem freue ich mich, dass es uns jetzt allen wieder besser geht. Und hoffe sehr, dass der Herbst gesünder weiter geht, wie er begonnen hat.

Start meines ersten Online-Kurses

Trotz all dem, was hier los war, konnte in der letzten September Woche mein erster Online-Kurs starten. Und darüber freue ich mich so sehr.

Sieben wunderbare Frauen sind jetzt sechs Wochen lang mit mir unterwegs. Hin zu mehr Verbindung mit sich. Hin zu der Frau, die in ihnen steckt. Und damit hin zu mehr Freude und Energie im Alltag.

Die Arbeit bereitet mir so viel Freude und fühlt sich so gar nicht nach Arbeit an. Und dadurch konnte ich mitten im Krankenlager, selbst nicht ganz fit und mit krankem Kind neben mir, auf dem Sofa die letzten Vorbereitungen machen.

Was war sonst noch los?

Das neue Schuljahr hat gestartet. Mit Masken- und Testpflicht. Aber in Präsenz!

  • Mein Ältester ist jetzt auf dem Gymnasium. Jeden Morgen fährt er mit dem Bus in den nächsten Ort, um da mit vielen neuen Kindern und neuen Lehrern in einem großen, unbekannten Schulhaus die Vormittage und einen Nachmittag zu verbringen. Und er macht das wunderbar. Ich bin sehr stolz auf ihn.
  • Meine Mittlere ist jetzt Zweitklässlerin. Auch sie macht das toll. Und ist stolz, jetzt nicht mehr zu den Jüngsten in der Schule zu gehören.
  • Mein Start als Lehrerin war -bedingt durch unser Krankenlager- sehr holprig. So einen Start, mit so vielen Fehltagen hatte ich tatsächlich noch nie. Ich bin aber zuversichtlich, dass das ab jetzt anders wird. Und freue mich jetzt auf die Arbeit mit den Schülern.

Ausblick auf meinen Oktober:

Mein Plan für den nächsten Monat: Keine Unfälle und keine neuen Infekte!

Ich freue mich auf das Unterrichten. In diesem Schuljahr gebe ich viel Musik und ich bin gespannt, was ich mit den Schülern alles machen kann.

Ich freue mich auf die nächsten Wochen in meinem Online-Kurs. Und bin gespannt, welchen Weg wir gemeinsam gehen.

Ich freue mich auf die Coaching Stunden, die mit ein paar der Frauen schon geplant sind. 

Ich freue mich darauf, weiter zu bloggen, weiter zu lernen, weiter zu wachsen.

Und ich freue mich auf die Zeit mit meiner (jetzt hoffentlich!) gesunden Familie. 

Auf was freust du dich?

Herzliche Grüße,

Judith 

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