In meinem Monatsrückblick nehme ich dich mit hinein in meine Themen und Gedanken des letzten Monats. Vielleicht gibt es Themen, die dich ansprechen oder in denen du dich wiederfindest. Vielleicht gibt es Gedanken, die dich berühren, ermutigen oder inspirieren. Dann nimm es dir mit für dich. Und wenn du möchtest schreibe mir in den Kommentaren oder auf einem anderen Weg, was dich angesprochen hat.

Und ich nehme dich mit hinein in meine Angebote des letzten Monats und in die, die ich im nächsten Monat für dich habe.

Der Februar war ein Monat, der gefüllt war mit Erinnerungsgefühlen und aktuellen Herausforderungen. Ein Monat, in dem es immer wieder um die Frage ging: Wem höre ich hier eigentlich gerade zu? Und auf wen oder auf was höre ich. Vieles habe ich erst jetzt im Rückblick richtig wahrgenommen. Manchmal ist das so, wenn wir mitten drin stecken, sehen wir dann nicht weit genug. Deshalb ich nehme dich jetzt mit hinein in das,

Februar-Erinnerungs-Gefühle

Manchmal gibt es in unserem Leben Zeiten, in denen wir uns unsicher fühlen, in Hab-Acht-Stellung und Alarmbereitschaft, oder voller Trauer und Schwere, obwohl es im Hier und Jetzt keinen Grund dazu gibt. Kennst du das? Der Grund dafür kann sein, dass in unserem Körper und in unserem Nervensystem Gefühle und Erinnerungen abgespeichert sind, die durch einen inneren oder äußeren Auslöser so abgerufen werden, dass sie sich anfühlen, als gehörten sie ins Hier und Heute.

So ging es mir im Februar. Es wurden Erinnerungs-Gefühle wach, die aus vergangenen Jahren stammten. Und obwohl es nicht der erste Februar ist, in dem das so wahr, hat es eine zeitlang gedauert, bis es mir wieder bewusst wurde. Und da ich weiß, dass nicht nur ich Erinnerung-Gefühle habe, möchte ich dich ein bisschen mit hinein nehmen.

In den letzten Jahren war der Februar mehrmals hintereinander ein schwerer Monat. Ein Monat mit Notfall-Anrufen, Krankenhaus-Aufenthalten, Sterbebegleitung, Krankheit, Trauer und Leid. In diesem Februar gab es nichts von alledem. Und trotzdem reagierte mein ganze System mit einer Mischung aus Alarmbereitschaft und Schwere, eine Mischung aus nicht-zur-Ruhe-kommen-können und Erschöpfung. Irgendetwas in mir war klar, dass wieder irgendetwas passieren würde, oder dass schon etwas passiert ist. Weil es durch das, was vor nicht allzulanger Zeit war, so abgespeichert wurde in mir. Das Gefühl, dass in diesem Monat etwas passieren muss, hat nichts mit Logik und Verstand zu tun, sondern mit Körpererinnerungen und unserem Nervensystem.

Zu wissen, dass wir so funktionieren kann helfen, mit diesen Zeiten umzugehen. Mir hilft es zumindest immer, wenn ich daran denken und es mir dann bewusst machen. Ich kann mir selbst dann auf einer anderen Ebene begegnen, bleibe nicht gefangen in den Erinnerung-Gefühlen, die sich so sehr nach dem Hier und Jetzt anfühlen, sondern kann mir selbst mitfühlend, verstehend und erklärend begegnen. Ich kann mich sehen in meiner Not und meinem Stress und meiner Schwere. Kann mich halten und den Gefühlen in mir Raum geben. Und ich kann mir selbst immer wieder sagen, dass das was wahr vorbei ist und im Hier und Jetzt keine Gefahr droht. Ich kann bewusst in Bewegung gehen, wenn ich merke, dass ich erstarre. Ich kann bewusst meine Wahrnehmung in das Hier und Jetzt lenken, auf das was ist. Und ich kann und darf mich festhalten an meinem Gott, der mir zuspricht, dass er da ist und meiner Seele Ruhe schenken will.

Und jetzt ist der Februar vorbei und ich darf bewusst wahrnehmen: Es ist alles ok. Es ist nicht passiert. Mir und meinen Lieben geht es gut. Auch das ist wichtig: Die neuen Erfahrungen wahrnehmen in mir und meinem Körper und sie neben den alten Erinnerungen abzuspeichern, als starker Gegenpol und mögliche neue Wege, die meine Gedanken und Gefühle dann vielleicht im nächsten Jahr gehen können.

Körper, Seele oder Geist?

Im Februar starteten wir im Mitgliederbereich „dein Zuhause“ eine neue Themenreihe: Die Ganzheitlichkeit des Menschen in Körper-Seele-Geist. Der Köper, durch den wir hier auf der Erde leben können und der das Zuhause unserer Seele und unseres Geistes ist. Unsere Seele, die nach biblisch-hebräischem Verständnis der Sitz unsere Gefühlen, Gedanken und unseres Willens ist. Und unser Geist, unsere tiefe Identität, die verbunden ist mit Gottes Geist und auf ihn schaut. Und wie so oft hat dieses Thema nicht nur bei den Frauen, die wir begleiten dürfen, sondern auch bei mir sehr viel bewegt.

Bei einem unserer Zoom-Treffen beschäftigten wir uns kreativ mit unserem Körper, unserer Seele und unserem Geist, zeichneten Figuren, schnitten sie aus, betrachteten und beschrifteten sie und näherten uns so dem an, wie es bei uns und in uns gerade aussieht. Und ich gab den Frauen den Impuls hinzuschauen und in sich hineinzuführen, wer den gerade am lautesten ist bei ihnen? Der Körper, die Seele, oder der Geist? Wer zeigt seine Bedürfnisse am deutlichsten? Welchen Teil von uns nehmen wir am deutlichsten wahr? Und von wem lassen wir uns leiten? Und ich ermutigte darüber mit Gott ins Gespräch zu kommen.

Ich selbst machte die Übung auch und zeichnete und schnitt aus und schrieb und fragte mich und fühlte in mich hinein und betete. Und in den nächsten Tagen wurde mir mehr und mehr bewusst, dass gerade mein Körper und meine Seele in einem ungute Austausch miteinander sind. Und mein Geist etwas abseits daneben steht und nicht so wirklich zu Wort kommt.

Vor ein paar Wochen hatte ich neue Blutergebnisse bekommen, da mein Blut seit meiner Erkrankung, die ich hatte, regelmäßig untersucht wird. Meine Ärztin sagte mir, dass da zwei Werte leicht auffällig waren und sie mich deshalb dem Kardiologen, der einmal im Monat in ihrer Praxis ist vorstellen möchte. Ich sortierte diese Infos als nicht von großer Bedeutung ein, machte den Termin aus und dachte dann auch eine zeitlang nicht mehr daran. Bis dieser Termin näher und näher rückte. Plötzlich begann meine Seele sich zu fragen, was das eigentlich für Blutwerte waren und was genau diese bedeuteten. Ich begann zu googeln (keine so gute Idee) und danach fing ich an unbewusst meinen Körper auf alle möglichen Symptome, die zu diesen Werten und der möglicherweise damit zusammenhängenden Diagnose passen könnten zu scannen. Und mein Körper zeigte viele dieser Symptome. Viele davon gehören schon seit Jahren latent zu meinem Leben dazu, hatte ich aber seither nicht als besorgniserregend eingeordnet. In diesem Moment begann der ungute Austausch zwischen Körper und Seele, die ich oben kurz erwähnt habe. „Siehst du, das Symptom habe ich auch noch.“ – „Ja, das passt dazu.“ – „Eigentlich war das doch schon immer so, vielleicht wurde all das ja seither einfach nicht entdeckt?“ So und so ähnlich flüsterten sie hin und her und wurden immer lauter. Und damit begannen Sorgen, Unwohlsein und Ängste.

Ich weiß, was mir hilft in so einem Fall. Ich weiß, dass das Beste, was ich in so einer Situation machen kann mit allem was in mir ist zu meinem Gott zu gehen und ihm das hinzulegen, was ist. Ich weiß, dass das, was mir hilft ist, danach weg von mir zu schauen und hin zu ihm. Ich weiß, dass es immer eine gute Idee ist meinen Körper und meine Seele zu halten und ihnen zu sagen, dass es jetzt gut ist, wenn ich dem Geist Raum gebe, um mich mit Gottes Geist zu verbinden und auf sein Reden zu hören. Ich weiß das. Ich habe es schon oft erlebt.

Aber ganz ehrlich – ich habe es nicht geschafft. Vielleicht weil die Februar-Erinnerungs-Gefühle mich und meine Wahrnehmung vernebelten. Vielleicht, weil ich mich schon im Januar in so einem zähen Nebel-Gefühl befand. Vielleicht weil ich durch verschiedene Dinge die waren, nicht so in der Verbindung mit mir und meinem Gott war, wie ich das sonst oft bin. Ich lies zu, dass ein Körper voller Symptome und eine Seele voller Sorgen meinen blick auf Symptome, Sorgen und Ängste lenken. Und weg von meinem Gott, von dem ich eigentlich weiß, dass er immer da ist.

Ich erzähle dir das, weil ich weiß, dass nicht nur ich Zeiten habe, in denen es mir so geht. Ich möchte dich ermutigen, dass du nicht alleine bist, falls du dich in dem, was ich schreibe wiederfindest. Und ich möchte dich ermutigen nicht alleine zu bleiben, wenn es dir auch einmal so geht. Für mich war es mal wieder so wertvoll, dass ich Menschen habe, denen ich ehrlich erzählen kann wie es mir geht. Ganz einfach und unkompliziert per WhatsApp. Menschen, die sich von meinem Körper und meiner Seele nicht so sehr beeindrucken lassen, sondern für mich beten und auf Gott schauen. Menschen die mich durch halten und tragen und mich daran erinnern, wohin auch ich schauen darf.

„Stärke deinen Geist“ hatte ich mir schon Wochen davor in mein Buch geschrieben. Das wurde mir wichtig, obwohl mir da noch nicht klar war warum. Jetzt erinnerte ich mich daran. Und machte das, von dem ich weiß, dass es meinen geist stärkt. Beten (allein und mit anderen), Lobpreis (anhören und mich selbst ans Klavier setzen), Bibel lesen (laut und leise, hörend und betend) und immer wieder und wieder auf meinen Gott schauen der mir sagt „Fürchte dich nicht. Egal was ist. Ich bin da.“

Ich freue mich auf die nächsten Monate in unserem online-Zuhause. Freue mich darauf gemeinsam mit den Frauen tiefer in dieses Thema und seine einzelnen Bereichen einzutauchen. Nochmal darauf zu schauen wie es meinem Körper geht, wie es meiner Seele geht, wie es meinem Geist geht. Und was jeder dieser drei Teile braucht. Und wenn dich dieses Thema auch interessiert und du in eine tiefere Verbindung mit dir selbst und Gott eintauchen möchtest, lade ich dich herzlich ein dazuzukommen.

einfach sein – Kind sein

Ende des Monats durfte ich gemeinsam mit meinem Mann zu einem Wochenendseminar zu „Passion„, ein christliches Werk bei uns in der Nähe. Unsere Kinder durften die Zeit bei meinen Schwiegereltern verbringen, was ich als großes Geschenk sehe.

Das Thema des Wochenende war Connect³, die Beziehung zu uns selbst, zu Gott und zu anderen. Also eigentlich genau das Thema, um das es hier bei mir die meiste Zeit geht und es war so gut, noch einmal selbst Raum zu bekommen, um in diesem Thema einzutauchen und auf diese drei Beziehungen zu schauen.

Gott hat für mich ein Thema besonders hervorgehoben: Das einfache Sein bei und mit ihm. Nochmal neu und mal wieder Kind-sein üben. Genießen, staunen, entdecken, mich freuen, Zeit mit ihm verbringen – ohne Zweck, ohne zu überlegen, was ich aus dem ziehen kann, was ich sammeln und mitnehmen kann für andere, was ich weitergeben kann.

Einfach nur sein. Etwas so Wichtiges, das weiß ich. Und gleichzeitig etwas, das mir immer wieder so unendlich schwer fällt.

Und deshalb will ich das jetzt übern, mit hinein nehmen in den nächsten Monat und bewusst einen Fokus darauf legen.

Was war sonst noch los?

💛 Anfang Februar hat die Herzenszeit begonnen, mein Seelsorge-Kurs, bei denen ich Frauen dabei begleite sich selbst, ihrem Herzen und Gott, in einer neuen Tiefe zu begegnen. Ich freue mich sehr, dass die Gruppe komplette voll ist und ich 10 Frauen auf dieser Reise begleiten darf. Der Start dieses Seelsorge-Kurses ist das Herz unseres Gottes und wir schauen uns jede Woche eine der Personen des dreieinigen Gottes an -den Vater, Jesus und den Heiligen Geist- und was sein Herz für uns ist.

💛 Ich durfte in unsere Gemeinde den Lobpreis bei einem Abendgottesdienst machen und bin so dankbar darüber, dass das wieder möglich ist und mein Körper genügend Kraft dazu hat. Und mein ältester Sohn hat diese Zeit gemeinsam mit mir gestaltet. Was für ein Geschenk.

💛 Die Kinder hatten Faschingsferien und wir hatten viel Familienzeit miteinander. Und an einem Tag Mama-Tochter-Zeit im Ikea.

💛 Ich habe zusammen mit einer anderen Frau einen Hauskreis für junge Frauen in unserer Gemeinde gegründet. Und auch hier nehme ich wahr: Wie wunder-voll, dass das möglich ist! Vor einigen Jahren war es fester Bestandteil meines Alltags, ehrenamtlich in der Gemeinde aktiv zu sein, Gruppen und Kreise zu leiten und unser Haus für andere zu öffnen. Dann wurde ich Mutter, hatte eine intensive Kleinkind-Phase, die direkt in die LockDown-Zeit überging und nach war ich längere Zeit schwer krank. Und jetzt beginnt es, dass das wieder möglich ist. Und dafür bin ich ehrlich dankbar.

💛 Auf meinem Blog bekommt ihr in meinem 12vom12 im Februar einen kleinen Einblick in meinen Alltag.

Ausblick auf März

💛 Im März werden wir im Mitgliederbereich „dein Zuhause“ weiter gehen im Thema „Körper – Seele – Geist“. Unser Schwerpunkt in diesem Monat wird der Körper sein, ein Thema das für Viele (auch für mich) herausfordernd ist und gleichzeitig so wichtig. Ich freue mich, dass Cathrin als Körpertherapeutin in diesem Monat die Schwerpunkte setzen wird und freue mich darauf selbst noch einmal neu auf meinen Körper als Gottes wertvolle Schöpfung zu schauen. Wenn dich das Thema anspricht und dich nach einer tieferen und liebevollen Verbundenheit mit dir selbst und Gott sehnst, lade ich dich herzlich ein Teil unserer Gemeinschaft zu werden. Hier findest du alle Infos dazu.

💛 Am 20. März findet der nächste Himmelsraum statt, ein Raum für eine tiefe Begegnung mit sich selbst und Jesus. Für alle „Zuhause-Frauen“ ist der Himmelsraum inklusive dabei. Du kannst ihn aber auch einzeln buchen. Herzliche Einladung dazu.

💛 Bei Herzenszeit steigen wir im März in den zweiten Themenschwerpunkt „Blicke in dein Herz“. Wir werden uns viel Zeit nehmen gemeinsam mit Jesus hinzuschauen, was da eigentlich alles in unserem Herzen ist. Und ich ermutige die Frauen immer dazu, dass mit einem offenen und ehrlichen Blick und gleichzeitig mit einem freundlichen und barmherzigen Blick zu tun.

💛 Ansonsten freu ich mich auf und über den erwachenden Frühling. Auf die ersten Frühblüher im Garten, die Sonne, die endlich wieder scheint und das Singen der Vögel.

💛 Und: Ich will mir Raum und Zeit nehmen mich wieder neu im Kind-Sein zu üben. Wie genau das aussehen darf, weiß ich noch nicht. Aber ich will mit einer kindlichen Neugier und Entdeckerfreude in diesen Monat gehen und mein kindliches Vertrauen wieder neu entdecken.

Ich freue mich, wenn wir uns im März auf irgendwo begegnen. Bei einem meiner Angebote, hier auf meinem Blog, in Instagram oder Facebook, oder in meiner Verbindungspost.

Herzliche Grüße,

Judith

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