In meinem Monatsrückblick nehme ich dich mit hinein in meine Themen und Gedanken des letzten Monats. Vielleicht gibt es Themen, die dich ansprechen oder in denen du dich wiederfindest. Vielleicht gibt es Gedanken, die dich berühren, ermutigen oder inspirieren. Dann nimm es dir mit für dich. Und wenn du möchtest schreibe mir in den Kommentaren oder auf einem anderen Weg, was dich angesprochen hat.
In diesem Monat hat mich auf besondere Weise und mit verschiedenen Schwerpunkten eine Frage beschäftigt: „Wohin schaust du?“
Mein Fixpunkt im Nebel
Mein Januar fühlte sich irgendwie durchwachsen und zäh an.
Jahreswechsel und Geburtstag feiern, letzte Ferientage und wieder Schulbeginn, Familienzeit gemeinsames Lachen und ein großes Bedürfnis nach Ruhe und allein-Sein, Müdigkeit, Schmerzen, kranke Kinder und genügend Kraft für Spaziergänge, Sonne, Schnee und Regen wechselten sich ab und gingen nahtlos ineinander über.
Und zusätzlich hatte ich die meiste Zeit das diffuse Gefühl, als würde ich irgendwie im Nebel stehen, durch den Nebel gehen, ohne zu wissen, wo es lang geht und wo ich ankomme.
Dieses Gefühl streckte sich über verschiedene Bereiche in meinem Leben. Bei der Frage wie es meinen Körper geht und was er braucht und warum ihm schon wieder Nährstoffe fehlen.
Bei Terminen die anstanden und vorbereitet werden mussten. Bei Frauen, die ich begleite. Bei meiner Zeiteinteilung und Priorisierung. Bei meinem Blog und dem, was ich schreiben will.
Und irgendwie vor allem so unterschwellig allgemein. Ich fühlte mich orientierungslos, ohne so richtig zu wissen warum.
Ganz vorbei ist dieses diffuse Nebel-Gefühl noch immer nicht. Und trotzdem möchte ich dich ein bisschen mit hinein nehmen, was mir geholfen hat und hilft. Für mich ist es immer wieder und wieder und wieder mich zu entscheiden, wohin ich schauen möchte und zu erkennen was diese Blickrichtung für Auswirkungen darauf hat wie ich mit dem umgehe, was ist. So oft ist der erste Impuls auf das zu schauen was schwer ist, auf das wo es zäh ist, wo ich nicht mehr weiter weiß. Aber wenn ich meinen Blick auf den Nebel richte verliere ich mich in ihm und verliere dadurch die Orientierung.
Im Nebel brauchen wir Fixpunkte, an denen wir uns orientieren können. Ein Licht, dass durch den Nebel dringt. Eine Stimme, die uns leitet. Eine Hand die uns hält und uns führt. Jemand, der weiß, wo wir sind und wo es langgeht. Für mich ist dieser Fixpunkt Jesus.
Ich brauche Jesus als meinen Fixpunkt um sicher durch den Nebel zu kommen. Brauche sein Da-Sein und das Wahrnehmen, dass er da ist. Brauche es immer wieder still zu werden und auf sein Reden zu hören. Brauche die Erinnerung daran, dass er da ist, dass er weiß und dass er kann. Und ich erlebe immer wieder, dass er weiter sieht als ich. Viel weiter. Dass er den Durchblick hat in meinem Nebel. Dass er den Weg sieht und kennt. Und dass das Beste das ich machen kann ist, in seiner Nähe zu bleiben.
Ein Blick auf den Segen
Neben meinem Blick auf Jesus, gehört auch der bewusste Blick auf den Segen in meinem Leben, den Gott mir schenkt zu dem, was mir immer wieder hilft und Halt und Ausrichtung gibt. Und auch wenn der Januar ein durchwachsener Monat war mit zähen Tagen und Nebelzeiten, gab es viel Segen, in den ich dich ein wenig mit hinein nehmen will:
💛 Wir starteten das neue Jahr auf unserem Balkon mit Blick auf das Feuerwerk gemeinsam mit einer befreundeten Familie. Das problemloses gemeinsames Feiern mit anderen und Aufbleiben bis spät in die Nacht wieder möglich ist, ist eins der Geschenk, die ich durch meine Heilung bekommen habe.
💛 An meinem Geburtstag war ich ein paar Stunden allein mit meinem Mann in der Saune, während unsere Kinder als Sternsinger durch das Dorf zogen. Abends kochte ich ein Geburtstagsabendessen für die ganze Groß-Familie. Auch dass das wieder möglich ist, ist ein großes Segensgeschenk.
💛 Ich durfte viele Frauen dabei begleiten in Gottes Gegenwart zu kommen und ihn zu erleben. Beim „Himmelsraum„, in einzel-Seelsorge und bei einer kostenlosen „Herzensbegegnung„. Und es ist für mich jedesmal wieder ein Geschenk, dass ich diese Räume öffnen darf und dabei Gottes Da-Sein selbst auf so kostbare Weise erleben darf.
💛 Ich durfte mal wieder erleben und bewusst wahrnehmen, wie kostbar es ist, dass es Menschen gibt, mit denen ich mich ehrlich austauschen kann und die mich im Gebet begleiten.
💛 Wir hatten Schneetage mit Sonnenschein und Glitzer und mein Körper war an mehreren Tagen stark genug, dass ich durch den Schnee stapfen konnte.
💛 Es gab so viele wunderschöne Sonnenaufgänge, die ich auf unserem Balkon beobachten durfte.
💛 Ich habe zusammen mit einer anderen Frau aus der Gemeinde einen Hauskreis für junge Frauen gestartet und freue mich so sehr, dass es für mich gesundheitlich wieder möglich ist so etwas zu machen.
💛 Mein Sohn wurde rechtzeitig gesund und mein Körper hat den Infekt gut genug abgewehrt, so dass wir den Lobpreis für einen Gottesdienst am 1.Februar miteinander vorbereiten konnten und nicht absagen mussten. Das ich zusammen mit einem meiner Kinder Lobpreis im Gottesdienst und bei Lobpreis-Abenden machen darf und kann, ist ein sehr besonderes Geschenk für mich.
Und zwischendrin gab es noch viele mehr kleine und große Segensmomente. Und wenn du magst, lade ich dich ein, dir auch einen kleinen Moment zu nehmen und dir zu überlegen und bewusst zu machen, was es in deinem Leben gerade für Segen gibt.
Gott mach alles neu
Als letzten Punkt möchte ich dich ein bisschen hineinschauen lassen in unser Januar-Thema im Mitgliederbereich „dein Zuhause“, dass mich wie so oft auch selbst beschäftigt und bewegt hat: Die Jahreslosung von 2026. Die Jahreslosung ist ein Satz aus der Bibel, der wie eine Überschrift über ein Jahr gestellt werden kann. In diesem Jahr stammt dieser Vers aus der Offenbarung und ist einer der letzten Sätze in der Bibel. „Gott spricht: Siehe, ich machen alles neu.“
Ich liebe diese Zusage von Gott, die voller Hoffnung und Ermutigung ist. Kurz vor diesem Vers wird „der neue Himmel und die neue Erde“ beschrieben, die Gott uns verspricht. Es wird dort kein Leid mehr geben, keinen Schmerz, keine Tränen. Und er, Gott selbst, wird unter uns Menschen wohnen. Diese Zusage kann uns eine Blickrichtung geben, eine Perspektive auf die wir schauen können.
Für mich ist das aber nicht nur ein fernes Versprechen und ein Vertrösten auf eine zukünftige Zeit. Für mich gelten diese Hoffnungsworte auch schon für das Hier und Jetzt. Im Johannes-Evangelium steht, dass in Jesus Gott Mensch wurde, um unter uns zu wohnen. Also genau das, was in dieser Zukunfts-Perspektive in der Offenbarung steht. Er wird beschrieben als Tröster, als Heiler, als der, der am Kreuz alle Schmerz der Welt getragen hat. Für mich bedeutet das, dass das Neue schon begonnen hat und wir schon jetzt erleben können, dass Gott bei uns wohnt und in unserem Leben Neues wirkt.
Vor ein paar Jahren war ein Vers die Jahreslosung, der unseren Blick genau in diese Richtung lenkt. Dahin, wo Gott schon jetzt Neues schafft. „Gott spricht: Siehe, ich will ein Neues schaffen. Jetzt wächst es auf. Erkennt ihr’s denn nicht?“ (Jesaja 43,19) Diese Worte laden uns ein ins Jetzt zu schauen, auf das Neue das Gott schafft – jeden Tag, um uns herum, bei uns. Der Vers von diesem Jahr lenkt unseren Blick noch weiter, auf das Wunderbare, das kommen wird.
Ich möchte auf beides schauen. Auf das, was Gott schon jetzt wirkt, was jetzt schon aufwächst, was er jetzt schon verändert und erneuert und bewirkt bei uns. Und auf das Wunderbare, was noch kommen wird.
Und wenn du möchtest habe ich zwei kleine Fragen für dich, die ich auch den Frauen in „dein Zuhause“ gestellt habe: 1. Wo siehst du schon, dass Gott etwas neu macht? Wo entdeckst du um dich herum, dass er Neues schafft? Wo wächst in dir, oder in deinem Leben etwas auf? 2. Wo wünschst du dir, dass Gott etwas neu macht? Wo wünschst du dir Veränderung, Wachstum, oder Heilung?
Vielleicht möchtest du dir ein wenig Zeit nehmen darüber nachzudenken, es dir aufzuschreiben und es im Gebet vor Gott zu bringen.
Ausblick auf Februar
💛 Das Monatsthema im Februar im Mitgliederbereich heißt „Körper-Seele-Geist“. In diesem Monat wird es vor allem um einen Einblick, Überblick und ein bewusstes Wahrnehmen gehen. In den nächsten Monaten werden wir dann in die Einzelnen Bereiche, Themen und Zusammenhänge näher eingehen. Wenn dich das Thema interessiert, bist du herzlich eingeladen dazu zu kommen.
💛 Auch im Himmelsraum werden wir im Februar in dieses Thema eintauchen und es kreativ und im Gebet betrachten.
💛 Und am 9.Februar startet die dritte Runde meines Seelsorge-Kurses Herzenszeit.
💛 Und wenn du magst, sehen wir uns in meiner Instagram-Story oder lesen uns in meiner Verbindungspost. Und spätestens beim nächsten Monats-Rückblick hier im Blog.
Herzliche Grüße,
Judith
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