Heute ist der 12. März und ich nehme dich wieder mit 12 Bildern mit hinein in meinen Alltag. Seid über einer Woche wandern zwei Infekte durch unsere Familie – ein Erkältungsinfekt und ein MagenDarm-Infekt. Auch heute ist ein Kind zuhause -zwar auf dem Weg der Besserung, aber noch nicht ganz fit- und mein Körper zeigt mir deutlich, dass ich gut auf meine noch immer eher engen Grenzen achten muss.

Manchmal ist das gar nicht so einfach im Alltag mit Kindern und Aufgaben und To-Dos und all den Dingen, die mir wichtig sind. Ich darf gerade mal wieder (und immer wieder) einen Fokus darauf setzen, dass eins der wichtigsten Dingen ist gut auf mich zu achten und gut zu mir zu sein. Gerade dann, wenn die Umstände herausfordernd sind.

Vielleicht tut dir heute eine Erinnerung gut, gut zu dir zu sein. Und vielleicht möchtest du lesen, wie ich das mache.

Als ich am Morgen aufstehe, sitzt mein Mann schon mit den zwei gesunden Kindern am Frühstückstisch. Ich bin so dankbar, dass ich in der Regel ein wenig länger liegen bleiben kann, da mein Körper morgens zur Zeit wieder länger braucht, bis ich gut in den Tag starten kann. Am Meisten hilft mir Langsamkeit am Morgen und das zu Akzeptieren und so gut es geht dafür zu sorgen, dass das möglich ist, ist ein wichtiger Schritt beim gut-zu-mir-sein. Das noch-kranke Kind ist auch schon wach und hat es sich nochmal auf dem Sofa gemütlich gemacht. Ich unterstütze noch wo es nötig ist, küsse und segne meine Kinder zum Abschied, bespreche mit dem Zuhause-gebliebenen Kind den Vormittag und wir überlegen gemeinsam, was wichtig ist. Ich habe am Vormittag ein Zoom-Treffen mit meinem Herzenszeit-Kurs, sie hat einige Aufgaben für die Schule zu erledigen und nimmt sich vor, das während dieser Zeit zu machen.

Zwischen Duschen, Frühstück zu zweit und Schul-Aufgaben-Liste besprechen, nehme ich mir nicht einen Moment Zeit für mich, zum ruhig werden, beten, Losung lesen und meinen Dankbarkeitsnotiz, bevor ich mir Zeit für die Frauen, aus dem Herzenszeit-Kurs nehme. Nicht weil so viel Zeit übrig ist, sondern weil ich weiß, dass es mir gut tut.

Bild 1: Dankbarkeit, beten, Losung lesen

Herzenszeit ist mein Seelsorge-Kurs, der mittlerweile in der dritten Runde ist. Ich darf 10 Frauen dabei begleiten Gottes Herz tiefer (oder ganz neu) kennen zu lernen, in ihre eigenes Herz (und dem Schmerz in ihrem Herz) zu schauen und mit ihrem Herzen Gottes Herz zu begegnen. Ich glaube daran, dass Jesus „der Hirte unserer Seele“ ist, wie er in der Bibel unter anderem genannt wird und dass er unser Herz versorgen kann, wie kein anderer. Und ich liebe es Frauen darin zu begleiten biblische Seelsorge-Schritte zu gehen, um Heilung in ihrem Herzen zu erfahren.

Im Moment sind wir in der fünften Woche angelangt und die Frauen gehen in ihre Tempo immer wieder ein Stückchen tiefer und weiter, lernen viel über sich selbst und Gott, erleben teilweise ganz neu Gottes Nähe und öffnen immer mehr ihr Herz. Ich freue mich über das, was Gott jetzt schon wirkt und über alles, was wir in den nächsten Wochen noch miteinander erleben werden.

Bild 2: Zoom-Treffen mit den „Herzenszeit-Frauen“

Während meiner Kurs-Zeit kommt irgendwann kurz mein Kind rein, dass verzweifelt feststellt, dass ihr Kopf nicht mehr lernen und schreiben und denken kann. Ich verordne ihr eine Pause und erlaube ihr etwas anzugucken. Nach meinem Kurs komme ich zu ihr, bringe ihr einen kleinen Vormittag-Snack, halte sie noch ein wenig und bespreche dann mit ihr, was sie noch tun muss und wie es jetzt weitergehen kann. Ich verstehe sie ehrlich gut, dass die Situation, dass man so viel nacharbeiten muss, wenn man ein paar Tage Schule verpasst, sehr mühsam ist.

Bild 3: Vormittag-Snack fürs kranke Kind

Wir setzen uns gemeinsam an den Esstisch, um beide ein wenig zu arbeiten. Sie macht englische Grammatik, ich lade die Aufzeichnung des Zoom-Treffen hoch und verschicke sie an die Teilnehmerinnen und kann sie zwischendurch immer mal wieder unterstützen.

Bild 4: gemeinsame Arbeitszeit

Während wir da sitzen, kommt die Sonne zwischen den Wolken durch, scheint ins Zimmer und lockt mich nach draußen. Ich gehe eine kleine Runde spazieren und freue mich, dass meine müden Beine genügend Kraft haben ein bisschen zu gehen. Die Sonne tut meiner Seele gut und ich freue mich über die Frühblüher, die in verschiedenen Gärten blühen.

Bild 5: Frühlingsluft schnuppern

In unserem eigenen Garten pflücke ich noch frische Kräuter für den Salat fürs Mittagessen. Bei uns wächst schon Bärlauch, Giersch, Schnittlauch und Petersilie.

Bild 6: Frühlings-Kräuter aus dem Garten

Nach dem Mittagessen nehme ich mir Zeit für eine Mittagspause. Mein Körper braucht das Liegen am Mittag, um neue Kräfte sammeln zu können und auch meine Seele tut die Ruhe gut.

Bild 7: Mittagspause

Während ich noch liege, kommt mein Jüngster zu mir und sagt, dass er schon alleine mit den Hausaufgaben anfängt. Ich höre das dankbar, da er sonst oft meine Unterstützung von mir braucht. Heute ist er sogar schon ganz fertig, bis ich es geschafft habe aufzustehen und zu ihm zu kommen. So schön.

Die Sonne scheint ins Wohnzimmer und ich setze mich mitten auf den Boden in einen Sonnenfleck mit Kaffee und Bibel und Schreibzeug und lese und bete schreibend und bin dankbar, dass ich mir die Zeit dafür nehmen kann.

Bild 8: schreibend Beten mit der Bibel

Danach fragt mich meine Tochter, ob ich ihr bei ihren Haaren die Spitzen schneiden kann und wir richten uns auf unseren Balkon einen kleinen Frieseur-Platz ein.

Bild 9: Haare schneiden in der Sonne

Am späteren Nachmittag nehme ich mir noch Vorbereitungszeit für einen Gottesdienst, den ich am Sonntag Abend mitgestalten darf. Ich möchte darüber sprechen, was uns hilft, wenn wir auf unserem Glaubensweg stolpern oder fallen und mache mir ein paar Notizen zu den vielen Gedanken, die schon in meinem Kopf sind.

Bild 10: Gottesdienst vorbereiten

Fürs Abendessen haben wir noch übrige Kartoffelsuppe, jemand anders hat Brötchen geholt und ich freue mich über ein schnelles und einfaches Abendessen.

Bild 11: Kartoffelsuppe zum Abendessen

Am Abend nehmen mein Sohn und ich uns noch Zeit, die Lieder miteinander zu singen und zu spielen, die wir auch am Sonntag im Gottesdienst spielen werden. Die Zeit tut mir gut und gleichzeitig merke ich danach, wie müde ich bin.

Bild 12: Zeit für Lobpreis

Am Ende des Tages bin ich dankbar für das Viele das war. Dankbar, dass für so Vieles Kraft da war, obwohl ich mich morgens so schwach gefühlt hatte. Dankbar für meinen Mann und die Kinder. Dankbar für die Sonne und den Frühling. Und dankbar für Gottes freundliche Nähe, die ich an diesen Tag immer wieder wahrnehmen durfte.

Und ich danke dir, dass du dich mit hast hinein nehmen lassen, in meinen Tag.

Herzliche Grüße, Judith

 

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